Tränen flossen reichlich am Ende des Films „Nur mit dir zusammen“ am Samstag (16.11.) beim Kinofest in der Cineworld. Es ist der erste Film, in dem Sängerin Vanessa Mai als Schauspielerin agiert. Und am Ende mussten die Zuschauer im ausverkauften größten Kinosaal Schauspieler Axel Prahl zustimmen: „Sie hat ihre Sache richtig gut gemacht.“
So gut, dass Schauspielerin Elena Uhlig, die die Managerin der Sängerin Juli (Vanessa Mai) spielt, in Tränen ausbrach. „Ich hätte den Film schon zuhause sehen sollen, ich wusste nicht, wie traurig die Geschichte ist“, meinte sie, als sie sich wieder gefasst hatte.

Zahlreiche Autogrammwünsche erfüllte die sympathische Sängerin und nun auch Schauspielerin Vanessa Mai. © Günter Blaszczyk
Auch dem sonst so cool wirkenden Prahl standen Tränen in den Augen. Er spielt Julis Vater, einen ehemaligen Rockstar, der seine Tochter jahrelang nicht gesehen hat. Und weil auch Prahl erfolgreich mit Band auf Tour ist, forderte Moderator Peter G. Dirmeier Mai und Prahl auf, doch mal was zu singen.
Und so gab es ein Geburtstagsständen fürs Kinofest von der im fliederfarbenen Hosenanzug gekleideten Mai und dem Mann mit dem Hut aus dem Münster-Tatort.
Draußen warteten dann viele Fans auf Autogramme der Stars, vor allem auf Selfies und Unterschriften mit und von Vanessa Mai. Die in dem ARD-Film, der 2020 im Fernsehen gezeigt wird, auch großartig wunderbare Lieder singt, die Axel Prahl komponiert hat.
Die ersten Fans standen schon eineinhalb Stunden bevor der Film begann vor der Cineworld. Und sie hatten zum Teil schon einen weiten Weg hinter sich. Tobi und Tine waren aus Braunschweig nach Lünen gekommen: „Wir mögen sie einfach und natürlich wollen wir uns auch den Film ansehen“, so Tobi.
Fans von Vanessa Mai haben sich bei Konzerten kennengelernt
Viele der Fans sind mittlerweile befreundet - die Begeisterung für die Sängerin verbindet. Steffi und Denise aus Oberhausen haben die anderen Fans bei Konzerten kennen gelernt. Aber auch aus Höxter, dem Sauerland, Wesel, Wanne-Eickel und Dortmund kamen die Fans nach Lünen. Eine von ihnen mit Geschenk für die Sängerin, denn sie war auf den Tag genau vor fünf Jahren Fan geworden.
Vanessa Mai war schon ein bisschen aufgeregt, denn für sie war es, wie für Elena Uhlig, Premiere, den Film zu sehen. Und dann gleich auf großer Kinoleinwand. „Es war schön etwas zu machen, von dem ich keine Erfahrungswerte hatte.“ Die 22 Drehtage seien „sehr intensiv“ gewesen. „Ich bin wirklich dankbar, dass ich die Chance bekommen habe.“
Vanessa Mai: „Ich hab von den Besten lernen dürfen“
Beim Dreh habe sie auch irgendwann auf den Namen Juli gehört. Nach dem Film und dem großen Applaus des Publikum meinte die 27-Jährige: „Ich hab von den Besten lernen dürfen.“
Prahl ist besonders stolz auf die vier Lieder, die er zu dem Film beitragen durfte. Und Elena Uhlig erklärte: „Für mich ist das Kinofilm, der gehört hierher, auf die Leinwand und nicht ins Fernsehen.“ Auch dafür gab es viel Beifall.
Neuer Münster-Tatort
Auch Axel Prahl hatte viel in Lünen zu tun - Autogramme geben, für Selfies posieren. Auch zusammen mit seiner Kollegin ChrisTine Urspruch, denn die beiden stellten im Anschluss den neuen Münsteraner Weihnachts-Tatort „Väterchen Frost“ vor, der am 22. Dezember ausgestrahlt wird.
Und verrieten, dass sie ab und zu auch eigene Dialoge einbauen. „Dann werden mehrere Varianten gedreht und wir schauen was passt“, so Prahl. Derzeit dreht das Team den nächsten Münster-Tatort. Prahl bestellte Lünen viele Grüße „von meinem guten Freund Jan Josef Liefers“, der gerne auch gekommen wäre. Aber weil seine Frau Anna Loos am Sonntag Geburtstag hat, nicht konnte.
Schon am Freitagabend war Münsteraner Krimi-Prominenz in Lünen. Leonard Lansink alias Wilsberg war zu den Kurzfilmen gekommen, um den Preisträger zu ehren und einen eigenen, 29 Jahre alten, Kurzfilm, zu präsentieren.
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
