Kiosk an Brechtener Straße gammelt vor sich hin

Brambauer verlieren die Geduld

Seit 20 Jahren gibt es Markttreff im Bürgerhaus in Brambauer, seit zig Jahren ist dort auch der verwahrloste Kiosk an der Brechtener Straße ein Thema. Der Schandfleck stört dort viele und alle sind sich einig: "Das Ding muss endlich weg!" Doch warum tut sich dort einfach nichts?

BRAMBAUER

, 31.08.2017, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Kiosk an der Brechtener Straße ist den Menschen in Brambauer ein Dorn im Auge.

Der Kiosk an der Brechtener Straße ist den Menschen in Brambauer ein Dorn im Auge.

„Das Ding muss endlich weg!“, heißt es im Markttreff im Bürgerhaus. Die Nase gestrichen voll von diesem Schandfleck haben auch Michael Ristovitch, Vorsitzender der Brami-Gemeinschaft, Klaus Stallmann, Vorsitzender Haus & Grund, und Stefan Grave, Leiter der Klinik am Park. Alle drei haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten schriftlich an die Eigentümerfamilie des Kiosks gewandt. Die drei Schreiben liegen unserer Redaktion vor. Hier Auszüge:

Drei Schreiben an die Eigentümer

Am 29. März dieses Jahres schrieb die Klinikleitung: „(...) Da wir häufig von Patienten und Besuchern auf den nicht gerade als positiv zu bewertenden Eindruck ihres Gebäudes angesprochen werden, würden wir gerne mit Ihnen gemeinsam eine Lösung suchen. Daher möchten wir Sie in unser Haus einladen und bitten um einen Terminvorschlag Ihrerseits.“

Am 2. August dieses Jahres schrieb Haus & Grund: „(...) Immer wieder werden wir von unseren Mitgliedern über Ihr ungepflegtes Grundstück mit dem verwahrlosten Kiosk angesprochen. Gerne würden wir mit Ihnen über die weitere Verwendung bzw. Instandhaltung, auch im Interesse unseres Ortsteils, sprechen.“

Am 8. August dieses Jahres schrieb die Brami-Gemeinschaft: „(...) Wir fordern Sie auf, die Missstände (verwahrloster Kiosk und ungepflegtes Grundstück) bis zum 8. September 2017 zu beseitigen. Ansonsten werden wir die Stadt Lünen bitten, den Kiosk auf Ihre Kosten abzubrechen (...).“

Mehrere Telefonate und ein Versprechen

Wer meint, die Familie Schulze Niehoff, Inhaber von Niehoff Edelbrände & Liköre (Dülmen), hätte auf die Schreiben reagiert, der irrt. Keiner der Herren Grave, Ristovitch und Stallmann hat nach eigenen Angaben eine Antwort erhalten: „Zu unserem großen Bedauern. Wir müssen sehen, wie wir damit umgehen.“

Ins Leere sind bislang auch die Anläufe von Andreas Dahlke, Inhaber des gleichnamigen Gartencenters in Brambauer und Sachkundiger Bürger der Wählergemeinschaft Gemeinsam für Lünen (GFL), gelaufen, mit Schulze Niehoff eine Kiosk-Lösung zu finden. Dahlke erklärte am Mittwoch auf Anfrage unserer Redaktion, dass er in den vergangenen Wochen mehrfach mit Schulze Niehoff gesprochen habe. Zuletzt am vergangenen Freitag. „Da hat er mir telefonisch zugesagt, bis Ende dieser Woche eine Lösung zu finden“, sagte Dahlke optimistisch.

Mehr genervt als optimistisch gab sich am Mittwoch Hermann Schulze Niehoff im Gespräch mit unserer Redaktion. „Ich sage nichts, ich sage nichts, ich gebe dazu keine Auskünfte.“ Zumindest dürfte der Ex-Kiosk-Betreiber damit für weiteren Gesprächsstoff im Markttreff gesorgt haben.

Lesen Sie jetzt
Halterner Zeitung Serie „Wenn die Eltern älter werden“
Letzte Folge unser Serie: Lünerin (93) plante schon mit 60 konsequent ihr Leben im Alter