Kiosk-Einbrecher in Lünen versteckt sich in Bettkasten vor der Polizei

Kriminalität

Gleich zwei Mal hat ein Kiosk-Einbrecher in Lünen versucht, die Polizei auszutricksen. Zwecklos. Er wurde in der Nacht zu Donnerstag festgenommen. Die Ermittler fanden ihn im Bettkasten.

Lünen

, 24.04.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf der Flucht vor der Polizei hat ein Einbrecher in Lünen sich im Bettkasten versteckt. Für die Beamten kein ungewöhnliches Versteck, sie nahmen den Mann fest. (Symbolbild mit nachgestellter Szene)

Auf der Flucht vor der Polizei hat ein Einbrecher in Lünen sich im Bettkasten versteckt. Für die Beamten kein ungewöhnliches Versteck, sie nahmen den Mann fest. (Symbolbild mit nachgestellter Szene) © Symbolbild: Stachelhaus

Die Dortmunder Polizei hat in der Nacht zu Donnerstag (23.4.) einen Kiosk-Einbrecher in Lünen festgenommen. Gefunden haben sie den Tatverdächtigen in einem Bettkasten.

Ein Zeuge hatte die Polizei um 2:27 Uhr informiert. Er habe soeben den Einbruch in einen Kiosk an der Waltroper Straße beobachtet. Der tatverdächtige Mann sollte anschließend in den Hinterhof eines Mehrfamilienhauses geflüchtet sein.

Bei der Spurensuche und Fahndung nach dem Einbrecher gerieten die Polizeibeamten an einen auskunftsfreudigen Mann. Der stand auf einem Balkon des vom Zeugen genannten Mehrfamilienhauses. Er gab an, dass kurz zuvor eine Person über die Garagendächer geklettert und anschließend zu Fuß in Richtung Josefstraße geflüchtet sei. Eine Fahndung in der Nähe verlief allerdings erfolglos.

Tatverdächtiger gibt sich als Zeuge aus

Das war auch nicht weiter verwunderlich. Wie sich kurz darauf herausstellte, hatte der „Zeuge“ auf dem Balkon allen Grund die Polizei auf die falsche Fährte zu schicken. Es handelte sich nämlich um den Tatverdächtigen selbst.

Er hatte die Beamten, vermeintlich mit einem schlauen Trick, von sich ablenken wollen. Dumm gelaufen: Denn es gab Hinweise des echten Zeugen und die Spurenlage. Beides zusammen führte die Polizisten schließlich in das Mehrfamilienhaus und in die Wohnung, von deren Balkon aus der Tatverdächtige den „Hinweis“ gegeben hatte.

Polizisten finden Einbrecher im Bettkasten

Auch dort versuchte der Tatverdächtige, sich der Festnahme zu entziehen. Scheinbar Clever, versteckte er sich in einem Bettkasten. Erneut dumm gelaufen: „Das ist ein durchaus übliches Versteck. Das wissen natürlich auch wir“, sagt Polizeisprecherin Cornelia Weigandt dazu.

So endete die Nacht für den 27-jährigen Dortmunder mit der Festnahme und im Polizeigewahrsam. Die Wohnung in Lünen ist nicht seine eigene, sondern die eines Bekannten, wie erste Ermittlungen der Polizei ergaben.

Hinweise auf weitere Sachbeschädigung

Im weiteren Verlauf ergaben sich zusätzlich Hinweise darauf, dass der 27-Jährige möglicherweise auch für eine Sachbeschädigung in der Konradstraße in Frage kommt. Sie wurde in gleicher Art und Weise wie bei dem Kiosk an der Waltroper Straße begangen und Donnerstagnacht um 1:23 Uhr angezeigt.

Den Tatverdächtigen erwartet laut Polizei jetzt ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung und besonders schwerem Diebstahl aus Kiosken. Die Ermittlungen dauern an.

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