Kirchen zücken "Warnschild"

LÜNEN Leiharbeit, Minijobs, Niedriglöhne – für manche eine Chance. Doch für alle Arbeitnehmer wächst der Druck, irgendwann schlechtere Bedingungen akzeptieren zu müssen. Dieses Spannungsfeld will der Arbeitskreis „Kirche und Gewerkschaft“ beleuchten.

von Von Peter Fiedler

, 22.11.2007 / Lesedauer: 2 min
Kirchen zücken "Warnschild"

7,50 Euro Mindestlohn sollten es schon sein, meinen die Pfarrer Christian Schröder, Friedrich Stiller (v.l.), Udo Kytzia (r.) sowie Lünens DGB-Vorsitzender Manfred Pöhland.

Mit einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 28. November um 19.30 Uhr im St.-Georg-Gemeindesaal. „Arbeit haben, Arbeit kriegen – um jeden Preis?“ heißt das Thema. Die Veranstalter wollen die Chancen, die sich mit befristeter und/oder gering bezahlten Jobs verbinden, nicht verschweigen. Schon deshalb sitzt Dr. Oliver Klug, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Groß- und Außenhandel – Dienstleistungen Westfalen-Mitte, auf dem Podium.

Kritischer Ansatz

Aber der Ansatz ist ein eher kritischer: „Kirche und Gewerkschaften wollen das Warnschild hoch halten. Wir möchten, dass die Entwicklung begriffen wird und wir die Gefahren sehen“, sagte Pfarrer Friedrich Stiller, der den Abend moderieren wird. Dr. Klaus Kock (Sozialforschungsstelle Dortmund) liefert mit dem Eingangsreferat „Die Wiederkehr der Unsicherheit – prekäre Beschäftigung“ die aktuelle Bestandsaufnahme.

Debatte über Mindestlohn

Anschließend diskutieren neben Kock und Dr. Klug Sabine Alker (Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten) und Hans Höroldt (Pfarrer ev. Kirchenkreis Unna). Der Kirchenkreis hat sich für einen Mindestlohn von 7,50 Euro ausgesprochen, und auch darüber soll debattiert werden. Im dritten Block, verspricht Friedrich Stiller, wird den Beiträgen der Zuhörer ganz viel Zeit eingeräumt. Es ist die vierte große Diskussionsveranstaltung des Arbeitskreises, hob Pfarrer Udo Kytzia hervor.

Lesen Sie jetzt