Kirchentag sucht Privatquartiere und appelliert an die Gastfreundschaft der Region

Großveranstaltung im Juni

Etwa 100.000 Besucher erwartet der Deutsche Evangelische Kirchentag im Juni in Dortmund. Die Organisatoren suchen derzeit Menschen, die Quartiere zur Verfügung stellen - auch in Lünen.

Lünen

, 08.03.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch in Lünen sollen Teilnehmende des Deutschen Evangelischen Kirchentages im Juni ein Privatquartier erhalten. Zur Quartierswerbung war der DEKT-Präsident Hans Leyendecker zum Gast im Rathaus. Auf dem Foto (v.r.) Hans Leyendecker, Anna-Maria Erlinghäuser, Jürgen Salomon von der Evangelischen Kirchengemeinde Brambauer, Paul-Martin Wetzel und Hartmut Jürgens von der Evangelischen Kirchengemeinde Lünen und Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns.

Auch in Lünen sollen Teilnehmende des Deutschen Evangelischen Kirchentages im Juni ein Privatquartier erhalten. Zur Quartierswerbung war der DEKT-Präsident Hans Leyendecker zum Gast im Rathaus. Auf dem Foto (v.r.) Hans Leyendecker, Anna-Maria Erlinghäuser, Jürgen Salomon von der Evangelischen Kirchengemeinde Brambauer, Paul-Martin Wetzel und Hartmut Jürgens von der Evangelischen Kirchengemeinde Lünen und Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns. © Goldstein

Wenn vom 19. bis zum 23. Juni in Dortmund der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag stattfindet, wird er etwa 100.000 Besucher in die Nachbarstadt locken. Und damit die Gäste für diese Dauer eine Bleibe finden, suchen die Organisatoren noch jede Menge private Gästebetten - auch in Lünen. Aus diesem Grund erhielten die Bürgermeister der Städte rund um Dortmund Besuch von Hans Leyendecker, dem Präsidenten des Kirchentages, und der Privatquartier-Beauftragten des Organisationsbüros.

Gastfreundschaft hat große Bedeutung

In Lünen wurden sie am Donnerstag (7. März) von Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns in der 14. Etage des Rathauses empfangen. „Wir kommen in der Not zu Ihnen“, formulierte Leyendecker gegenüber Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns sehr deutlich. Denn: Für den 37. Kirchentag werden noch dringend Übernachtungsmöglichkeiten bei Privatleuten in der direkten Umgebung gesucht. Lünen steht wegen der guten Anbindung zum Dortmunder Hauptbahnhof ganz oben auf der Liste der Organisatoren.

Daneben gibt es Gemeinschaftsunterkünfte. Auch hier hat die Stadt Lünen dem Kirchentag Hilfe zugesagt: In der Profil-Schule in Brambauer, in der Geschwister-Scholl-Gesamtschule und im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium werden während des Kirchentages Besucher unterkommen.

Anna-Maria Erlinghäuser ist die Privatquartier-Beauftragte in der Kirchentagsgeschäftsstelle in Dortmund. Sie ist unter Tel. (0231) 99768-200 zu erreichen und nimmt Angebote entgegen und beantwortet Anfragen. Der Kirchentag bringt in Privatquartieren in der Regel Menschen ab 35 Jahren, Menschen mit Behinderungen, Mitwirkende und internationale Gäste unter.

Wer ein Privatquartier anbieten möchte, muss keinen besonderen Aufwand betreiben. Mögliche Bedenken räumen die Organisatoren aus. „Wer einen Kirchentagsgast aufnehmen möchte, braucht kein Gästezimmer“, betonte Anna-Maria Erlinghäuser, „ein Bett, ein Sofa oder eine Liege reichen bereits aus.“

Freikarten für Bedürftige

Als Symbol für die Aktion hatte sie ein kleines grünes Bett mitgebracht, das Bürgermeister Kleine-Frauns mit seiner Unterschrift signieren durfte.

Anschließend bekam der Bürgermeister noch 250 Dauerkarten für den Kirchentag übergeben, die er an bedürftige Jugendliche aus Lünen verschenken kann.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt