Kitas und Tagespflege: Immer mehr Kinder in der Notbetreuung in Lünen

Corona-Krise

Welche Kinder können in Kitas und Tagespflege trotz Betretungsverbot in der Corona-Krise noch betreut werden? Die Zahl derer, die die Notbetreuung in Lünen in Anspruch nehmen, steigt.

Lünen

21.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Immer mehr Kinder kommen in der Notbetreuung unter. Das Land hat die Kriterien dafür erweitert.

Immer mehr Kinder kommen in der Notbetreuung unter. Das Land hat die Kriterien dafür erweitert. © picture alliance/dpa

Kindertageseinrichtungen und Tagespflegeeinrichtungen unterliegen auch in Lünen weiterhin einem Betretungsverbot. Ausnahmen gibt es für Kinder, bei denen mindestens ein Elternteil einen Beruf ausübt, den die Landesregierung der sogenannten „kritischen Infrastruktur“ zurechnet. Den Kreis der Berufsgruppen, die in diese Kategorie fallen, hat die Landesregierung nun erweitert.

Neu hinzugekommen sind

  • systemrelevante Hersteller und Dienstleister im Software-Bereich,
  • Steuerberaterinnen und Steuerberater,
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Tierarztpraxen sowie des Veterinärwesens,
  • Menschen, die versorgungsrelevante Textilien herstellen und vertreiben,
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter privater Wach- und Sicherheitsdienste,
  • Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sowie Notarinnen und Notare.

Die Erweiterung gilt ab Donnerstag, 23. April. Ab Montag, 27. April, sollen laut einer Ankündigung von NRW-Familienminister Joachim Stamp zudem auch erwerbstätige Alleinerziehende die Betreuungsmöglichkeiten nutzen können.

Das ist der Stand in Lünen

In Lünen nutzen derzeit die Eltern von rund 240 Kindern (Stand: 21. April) die Möglichkeit der Betreuung trotz des Betretungsverbots. 210 davon besuchen eine der 43 Lüner Kitas, 30 sind in der Tagespflege. Die Zahl der Kinder in der Notbetreuung ist über die Zeit angestiegen: In der ersten Woche des Betretungsverbots wurden in Lünen lediglich 58 Kinder betreut.

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