Kleinbecker Park: Zaun um Gelände aufgebaut, Termin für Rodungsstart steht

Harpen will bauen

Erst kam die Ankündigung, am Mittwoch (19. Februar) sind die Arbeiten im Kleinbecker Park gestartet. Bisher sind es nur Vorbereitungen. Aber es gibt einen Termin für die ersten Rodungen.

Horstmar

, 19.02.2020, 14:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Zaun um den Kleinbecker Park steht schon größtenteils. Bald soll gerodet werden.

Der Zaun um den Kleinbecker Park steht schon größtenteils. Bald soll gerodet werden. © Fröhling

Es geht los mit den Arbeiten am Kleinbecker Park an der Preußenstraße in Horstmar. Eine Garten- und Landschaftsbau-Firma hat dort am Mittwoch (19. Februar) das Gelände mit Bauzäunen abgesperrt. Außerdem wurde die Rand-Bepflanzung zurückgeschnitten.

Rodungen sollen am Freitag starten

Die eigentlichen Rodungen sind aber noch nicht gestartet. Ein Mitarbeiter der Firma erklärte vor Ort, die ersten Bäume sollen am Freitag (21. Februar) gefällt werden.

Das Gelände gehört der Dortmunder Firma Harpen. Die will rund 60 Prozent der Bäume des Kleinbecker Parks - vor allem im hinteren Bereich - roden, um dort neue Wohnhäuser zu bauen.

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Gegen die Pläne hatte es Proteste gegeben, das Bündnis „Rettet den Kleinbecker Park“ sammelte 2019 nach eigenen Angaben rund 3500 Unterschriften. Im Rat der Stadt Lünen fiel dennoch mehrheitlich die Entscheidung, dass der Park abgeholzt wird.

Stadt hätte Areal kaufen müssen

Genauer: Das Gelände gehört Harpen bereits, die dort rechtlich roden und bauen darf. Hätte die Stadt Abholzung und Bebauung verhindern wollen, hätte sie das Areal kaufen müssen.

Als bekannt wurde, dass die Arbeiten am Kleinbecker Park wohl kurz bevor stehen, hatte das Bündnis sich noch dafür eingesetzt, die Arbeiten erst einmal auszusetzen und nach der Kommunalwahl im neuen Rat noch einmal abzustimmen. Für Harpen kam das nicht infrage.

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