Klöters Feld in Lünen: Dubiose Ängste scheinen Denkweise zu bestimmen

Ohlrich
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Klöters Feld ist als Gewerbegebiet begründet ausgewiesen und sollte es bleiben – warum?

1. Die zukünftige Bebauung dort lässt Raum für den Erhalt des Biotops. Retentionsflächen bleiben erhalten.

2. Hochwasserbedrohung, diefür Lünen-Süd sehr nachvollziehbar ist, ist laut Fachgutachten ausgeschlossen. Oberflächenwasser kann in den Lüserbach geführt werden.

3. Die Fläche zwischen A2, der Bahnlinie und der Kurler Straße ist von der Infrastruktur her – seit Jahren bekannt – und erst recht mit dem neuen Autobahnanschluss – eine ideale Lage für die Ansiedlung von Gewerbe, und sicher kein grünes Erholungsgebiet.

Was soll so viel Ignoranz vor einer sachlich begründeten Faktenlage?

Dubiose Ängste scheinen die Denk- und Verhaltensweise zu bestimmen. Den Versuch, eine dafür ausgewiesene Fläche dann auch noch per Bürgerentscheid „niederzumachen“, erscheint als purer Populismus einer Gruppierung, die auch in früheren Jahren schon an anderen Stellen erfolglos agierte.

Warum hat es keine sachliche Auseinandersetzung, kein gemeinsames Vorgehen der Streitpartner zu den unterschiedlichen Sehweisen für diesen Bereich gegeben?

Dürfen überhaupt noch Gewerbegebiete ausgewiesen werden?

Warum gibt es kein Verständnis, kein Interesse für zukunftsweisende, neu gestaltete Gewerbeflächenausbildungen, die städtebaulich, architektonisch und ökologisch vorbildhaft orientiert sind, u.a. z.B. mit aktiver Grüneinbindung? Ein Gewerbegebiet Klöters Feld wird sicher anders aussehen als ein Gewerbegebiet Derner Straße.

Wenn Gewerbe nicht an diesem präferierten Standort möglich sein soll, wo dann? Sollen dann an anderen, weniger günstigen Stellen Gewerbenutzungen die Fortsetzung bestehender Nachbarnutzungen verdrängen?

Diese Aktivitäten gegen die ausgewiesene Nutzung von Klöters Feld zeugen von wenig Vertrauen, wenig Hoffnung auf eine gute, positive Zukunftsentwicklung unserer Heimatstadt – was in der Wirklichkeit sehr nötig wäre.

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