Knall und Staub: Erste Sprengung am ehemaligen Steag-Kraftwerk in Lünen

Kraftwerksrückbau

Ein Knall am ehemaligen Steag-Kraftwerk war am Freitag (2.10.) gegen Abend zu hören, begleitet von einer Staubwolke. Eine Hagedorn-Sprecherin sprach von einer kleinen, geplanten Sprengung.

Lünen

, 03.10.2020, 10:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Manche Radfahrer setzten sich sogar eine Maske beim vorbeifahren auf.

Die Sprengung im ehemaligen Steag-Kraftwerk hat für Aufsehen an der Brunnenstraße gesorgt. Die Staubwolke war weit zu sehen. © Weitzel

Bisher hatte die Hagedorn-Unternehmensgruppe erklärt, dass voraussichtlich im März Schornstein und Kühlturm des ehemaligen Steag-Kraftwerks gesprengt werden sollen. Doch am Freitag (2.10.) wurde am frühen Abend bereits gesprengt. Im sozialen Netzwerk Facebook berichten Anwohner von einem Knall, einer Staubwolke und davon, dass Autos zu dem Zeitpunkt gezielt angehalten worden seien. Manche Radfahrer an der Brunnenstraße haben sich wegen des Staubs sogar eine Maske aufgesetzt.

Pressesprecherin Judith Roderfeld bestätigte die Sprengung. Es soll sich um eine kleine, geplante Sprengung in der Rauchgasentschwefelungsanlage unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehandelt haben. Alles sei planmäßig gelaufen. Zu weiteren Details wolle sich die Unternehmensgruppe Hagedorn am Montag (5.10.) äußern.

Bekanntlich laufen auf dem Industriegelände die Rückbauarbeiten. Für November/Dezember erwartet Hagedorn den größten Abrissbagger Deutschlands. Wenn der 230 Tonnen schwere „KMC1600S“ anrückt, ist das auch für Hagedorn eine Premiere. Schon jetzt ist sichtbar, dass sich auf dem Gelände einiges verändert.

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Im Zuständigkeitsbereich von Amprion bauen Spezialisten die Netzanbindung ab. Auf der 220-kV-Wechselstromstrecke von der Moltkestraße bis Elmenhorst wird das System abgehängt. Einst wurde darüber der Strom vom Kraftwerk in das Hochspannungsnetz transportiert. Die Arbeiten dauern bis in den Oktober.

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