Kostentreiber Küche: OGS auf dem Kelm wird halbe Million Euro teurer

hzGeplante Erweiterung

Knapp eine halbe Million Euro teurer wird die Erweiterung der Offenen Ganztagsschule der Schule auf dem Kelm. Kostentreiber ist die neue Küche. Es gibt besondere Anforderungen.

Lünen

, 03.10.2020, 14:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mehr Platz braucht die Offene Ganztagsschule (OGS) der Grundschule auf dem Kelm in Lünen-Brambauer. Schon vor drei Jahren hat der Rat die Erweiterung beschlossen. Geplant ist ein Anbau mit vier Räumen an die Schule. Diese kann die neuen Räume nutzen, dadurch gibt es im Erdgeschoss in den dann frei gezogenen Klassenräumen mehr Möglichkeiten für die OGS.

Mit 50 Kindern in zwei Gruppen ist die Ganztagsschule seinerzeit gestartet. Heute sind dort mit 110 Kindern mehr als doppelt so viele angemeldet. Ihnen stehen Schulräume und darüber hinaus ein Hausaufgaben- und ein kleinerer Garderobenraum zur Verfügung. Zu wenig. Der Anbau soll Abhilfe schaffen. Die Stadt richtet sich auf eine künftige Belegung mit 125 Kindern ein.

Knackpunkt ist die neue Küche. Sie verursacht Mehrkosten von 460.500 Euro. Damit steigen die Gesamtkosten des Erweiterungsprojektes auf 1,6 Millionen Euro. Ursprünglich sollte die Küche um den jetzigen Garderobenraum erweitert werden und größere Geräte bekommen. So wollte man mehr Kinder versorgen können. Doch das Gesundheitsamt forderte eine Spülstraße.

Wie eine gewerbliche Küche eingestuft

Damit waren die alten Planungen hinfällig. Jetzt müssen auch ein Fettabscheider und wegen zusätzlicher Abwärme eine Lüftungsanlage eingebaut werden. Das schreibt eine Richtlinie vor. Die OGS-Küche wird somit wie eine gewerbliche Küche eingestuft. Dafür gilt eine besondere Luftbehandlung in der Küche. Das trifft aber auch auf Räume zu, in denen Speisen ausgegeben und verteilt sowie Geschirr gespült und Nahrungsmittel gelagert werden. Allein die Lufttechnik ist mit 149.000 Euro kalkuliert. Weitere Kosten, unter anderem für Sanitär- und Starkstromanlagen sowie Ingenieurleistungen kommen hinzu. Sie summieren sich auf knapp eine halbe Million Euro.

Laut ZGL soll der Anbau im Oktober fertiggestellt werden. Das gilt aber nicht für die Küche. Wie Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage mitteilt, solle diese im Nachgang bis März 2021 gebaut und eingerichtet werden.

Mittel für den Wirtschaftsplan 2020

Der Ausschuss für Bildung und Sport hatte in der Beschlussempfehlung für den Rat bereits vermerkt, dass die zusätzlich benötigten finanziellen Mittel in dem Wirtschaftsplan 2020 des Stadtbetriebs Zentrale Gebäudebewirtschaftungen Lünen (ZGL) bereitzustellen seien. Darauf wies Siegfried Störmer (SPD) Störmer in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag (1.10.) hin. Dessen Mitglieder schlossen sich dem an. Der Verwaltung wird der Auftrag erteilt, die Baumaßnahme fortzusetzen. Die letzte Entscheidung darüber trifft der Rat.

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