Kraftwerk: Offener Brief an Minister

LÜNEN In einem offenen Brief an den NRW-Ministerpräsidenten und die zuständige Fachminister sowie weiter u.a. an den Bundesumweltminister fordern die Bürgerinitiative „Kontra Kohlekraftwerk“ und zahlreiche Einwender die umgehende Einleitung eines so genannten Raumordnungsverfahrens mit Blick auf die „geplante Einrichtung von fünf Steinkohlekraftwerke in und um Lünen herum“.

06.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Gleichzeitig fordern sie den umgehenden Stopp der laufenden Genehmigungsverfahren zur Einrichtung von Steinkohlekraftwerken in der Region bis zum Abschluss des anzusetzenden Raumordnungsverfahrens. Die BI begründet ihre Forderungen damit, dass die Einrichtung von weiteren Kraftwerken der 750 MW-Klasse raumbedeutsame Einzelvorhaben mit überörtlicher Bedeutung seien.

Beurteilung habe nicht stattgefunden

Eine „unverzichtbare“ Beurteilung, ob die Vorhaben mit den Zielen und Grundsätzen des Raumordnungsgesetzes vereinbare seien, habe bisher nicht stattgefunden. Die Kraftwerksgegner sind sicher, dass die Planungen im „offensichtlichen Widerspruch zu den Zielen der Landesentwicklung stehen“.    

Dringender Handlungsbedarf

Aus ihrer Sicht bestehe dringender Handlungsbedarf, weil die Konzentration von „Steinkohlegroßkraftwerken“ im negativen Sinne einzigartig in Europe sei. Die Unterzeichner des offenen Briefes hoffen auf kurzfristige Stellungnahmen der angeschriebenen Personen und Behörden. Gleichzeitig wurden alle angeschriebenen auch zur Informationsveranstaltung im Hansesaal am Dienstag (13. November, 19.30 Uhr) eingeladen. Titel der Veranstaltung: „Lünen im Kraftwerksrausch.“

  

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