Küchen Schmidt: Maren Feldmann baut auf dem Erfolg der Eltern auf

hzSerie Familiensache

In die beruflichen Fußstapfen der Eltern treten - das ist heute nicht mehr selbstverständlich. Doch in Lünen gibt es erfolgreiche Beispiele der Firmenübernahme. Wie Maren Feldmann.

Lünen

, 05.06.2019 / Lesedauer: 4 min

Schnell von unterwegs per Handy nachschauen, wie weit der Kuchen im Backofen ist oder mit wenigen Klicks die Spülmaschine in Gang setzen - die moderne Küche setzt auf innovative Technik und moderne Wohnraum-Atmosphäre. Die Küche kreativ auf den jeweiligen Kundengeschmack ausrichten, das fasziniert Maren Feldmann an ihrem Beruf. Die 44-Jährige ist Geschäftsführerin von Küchen Schmidt und führt das von ihren Eltern Horst und Brigitte Schmidt gegründete Unternehmen in der Gartenstraße 7 weiter.

Schon als Kind von Küchen begeistert

Dass sie diesen Weg beruflich einmal einschlagen würde, hat sich früh abgezeichnet. „Schon als Kind hat mich das Thema begleitet. An Wochenenden sind wir als Familie oft zu Messen gefahren, das fand ich immer interessant.“ Man müsse das lieben. Bei Maren Feldmann, einer der drei Schmidt-Töchter, ist das bis heute der Fall.

Küchen Schmidt: Maren Feldmann baut auf dem Erfolg der Eltern auf

© Magdalene Quiring-Lategahn

1973, zwei Jahre vor ihrer Geburt, haben sich ihre Eltern in Lünen selbstständig gemacht. Vater Horst Schmidt kam aus dem Elektro-Großgerätebereich und konnte durch die Einrichtung von Küchen Technik mit Kreativität verbinden. Damals sollten Küchen der Hausfrau den Alltag erleichtern. Es ging mehr um Funktion, mit schönen Möbeln drumherum. Heute haben Küchen einen neuen Stellenwert: Sie sind oft offen gestaltet und Teil des stilvollen Wohnens. Ein Ort für Genuss und Gastlichkeit.

In den Anfängen hieß das Unternehmen „Küchen und Wohnform Schmidt“. Auf drei Etagen konnten die Kunden neben Küchen auch Wohn- und Badmöbel aussuchen. „Nichts von der Stange, sondern individuell geplante Lösungen“, beschreibt Maren Feldmann.

Küchen Schmidt: Maren Feldmann baut auf dem Erfolg der Eltern auf

Horst und Brigitte Schmidt sind die Gründer des Unternehmens Küchen Schmidt. 2017 hat Tochter Maren Feldmann die Firma an der Gartenstraße 7 übernommen. © Schmidt

Nachdem 1980 noch ein Geschäft in Kamen gegründet wurde, legten die Schmidts 1986 mit dem Umzug an die Gartenstraße den Schwerpunkt komplett auf das Thema Küche. Auf 330 Quadratmetern können Kunden in 15 verschieden gestalteten Kojen sehen, was planerisch möglich ist. Für Maren Feldmann ein schöner Ort.

So war es nicht verwunderlich, dass sie als Oberstufenschülerin am Gymnasiums Altlünen ein Praktikum in einem Dortmunder Einrichtungshaus absolvierte. Eine Erfahrung, die ihre beruflichen Pläne weiter festigt.

Studium nach der Lehre

Nach dem Abitur 1995 absolvierte sie im ehemaligen Möbelhaus Max Groth in Dortmund eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau. Schon damals war für sie klar, dass sie das Unternehmen der Eltern einmal weiterführen möchte. Auf der Möbelfachschule in Köln ging sie zur Berufsschule und blieb dort zum anschließenden Studium der Betriebswirtschaftlehre. Dass ihr Weg vom Rhein wieder an die Lippe führt, hatte Maren Feldmann immer im Blick.

Im elterlichen Betrieb war alles so, wie sie es sich vorgestellt hatte: „Die Zusammenarbeit war sehr schön. Ich habe von der jahrzehntelangen Berufserfahrung der Eltern und dem guten Team profitiert“, erinnert sie sich. Das besteht heute aus fünf Beschäftigten, darunter zwei Schreiner. „Die eigenen Schreiner sind uns wichtig, sie ermöglichen uns kurze Wege der Besprechung und Umsetzung. Sie tragen das, was wir im Verkauf erwarten, mit Sorgfalt weiter.“

2017 übernahm Maren Feldmann offiziell das Unternehmen. Viel zu früh sind ihre Eltern verstorben. Die 44-Jährige führt den Betrieb in ihrem Sinne weiter: als solides Unternehmen, gradlinig und qualitätsorientiert.

Kreative Lösungen und neue Technik

Die Konkurrenz ist groß. Maren Feldmann hält mit kreativen Lösungen dagegen. „Ich arbeite einfach gerne mit Kunden zusammen und freue mich, wenn sie mit mir den Weg gehen, eine Küche komplett neu zu denken.“ Sie freut sich über Rückmeldungen, dass alles genauso funktioniert, wie man es sich vorgestellt habe. „Das zeigt, dass ein gutes Ergebnis das Werk guter Zusammenarbeit ist.“

Während man früher alle 20 bis 25 Jahre eine neue Küche kaufte, sei das heute schon nach 18 bis 20 Jahren der Fall. „Oft werde Technik nach zehn Jahren ausgetauscht“, weiß Maren Feldmann. Denn gerade da sei die Entwicklung groß.

Stolz auf die Leistung der Eltern

Doch es müsse nicht immer eine komplett neue Küche sein. Schon durch den Austausch der Arbeitsplatte, die heute aus Stein, Keramik oder dem neuen Material Quarzkomposit gewählt werden kann, entstehe ein neues Bild.

„Der Beruf bleibt interessant. Durch Schulungen und auf Messen halten wir uns stets auf dem neusten Stand.“

Wenn Maren Feldmann zurückschaut, ist sie „stolz darauf, was meine Eltern geschafft haben und dass ich das weiterführen darf.“ Sie habe sich immer von ihnen unterstützt gefühlt und viel Freiheit gehabt. Diese Erfahrung nutzt sie heute, um das Unternehmen auf die Zukunft auszurichten.

Alle Teile der Serie Familiensache haben wir hier aufgelistet.
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