Noch bis zum Sonntag können Lünerinnen und Lüner die Fahrgäste im Lüner Kirmespark nutzen. Wann es dann wieder eine Kirmes in Lünen gibt, ist unsicher. © Irina Höfken
Meinung

Landesregierung vergeigt Perspektive für Schausteller in Lünen

Die Inzidenzregelung in NRW gleicht für die Schausteller des Lüner Kirmesparks einem absehbaren Berufsverbot. Die Landesregierung muss dieses Perspektivlos-Karussell anhalten, meint unser Autor.

Rund 900 Menschen besuchten bislang täglich den Lüner Kirmespark. Ein Lichtblick für die Schausteller. Doch steigende Corona-Zahlen verdunkeln dieses kleine Licht am Ende des tiefschwarzen Tunnels.

Am Montag (2.8.) liegt die landesweite Inzidenz in Nordrhein-Westfalen bei 24,5 – Tendenz steigend. Damit droht ein erneuter Aufstieg in den Inzidenzstufen. Die Folge: eine Flut von Veranstaltungsabsagen und eine wirtschaftliche Katastrophe für die Schausteller. Die Lünsche Mess, der Alperbecker Apfelmarkt oder das Schwelmer Heimatfest wurden bereits abgesagt.

Zurecht beklagen sich die Schausteller um Patrick Arens über fehlende Perspektiven und eine unsichere Zukunft. Die Landesregierung darf den Infektionsschutz nicht mehr zulasten bestimmter Berufsgruppen aufrecht halten. Um im Bild zu bleiben: Sie muss das Karussell anhalten, dass sich seit Pandemiebeginn unverändert dreht. Auf Dauer können Absagen von Großveranstaltung keine Lösung sein.

Die Lösung: Einlass für Geimpfte und Genesene

Es gibt pragmatischere Lösungen als die Inzidenz-bedingten Lockerungsstufen. Wenn Geimpfte und Genesene Inzidenz-unabhängig eine Kirmes oder ähnliche Veranstaltungen besuchen dürften, wäre den Schaustellern schon geholfen. Auch wenn nur eine bestimmte Besucherzahl zugelassen wird, würde die Landesregierung Perspektiven schaffen. Und ganz nebenbei einen Anreiz, um sich impfen zu lassen.

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