Lieblingsmöbel: Thron

Schützenkönig Christoph I. Wember kurz vor Ende seiner Regentschaft in Elmenhorst

23.05.2007, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lieblingsmöbel: Thron

<p>Noch ein Paar: König Christoph I. Wember und Dorothee I. Stratmann.</p>

Schützenkönig, wie ist das? Wember: Toll. Wofür steht das? Toll? Wember: Schon dieses Gefühl bei Ausmärschen und andere Anlässen, diese Beachtung zu finden, diese Spaliere der Menschen, klasse. Wird man größer? Wember: Ganz klares Ja. Man wächst in die Rolle hinein. Das ist ja von einem Moment zum nächsten eine ganz andere Welt. Vorher war ich Fahnenoffizier, schön, das war auch etwas, aber als König in Elmenhorst hat man eine ganz andere Öffentlichkeit. Und? Angst vor Entzug? Pfingsten ist der Spaß vorbei. Wember: Quatsch. Ich weiß, es gibt Könige, die haben daran echt zu knabbern, aber ich nicht. Ich könnte ja mal Kaiser werden. Muss ein Schützenkönig tief in die Tasche greifen? Wember: Sagen wir so, er muss sich schon mit Verpflichtungen im vierstelligen Bereich befassen. Kein Problem? Wember : Na ja. . . Sie können mir alles sagen. Es bleibt nicht unter uns. Wember: Durch den solidarisch angelegten Königsfonds geht das schon. Das ist eine ganz beträchtliche Hilfe während der Regentschaft. Gab es Stress mit Ihrer Frau Sabine, als Sie sich erkühnten, Dorothee Stratmann zur Königin zu erwählen? Wember: Nein, nein, das hatten wir abgesprochen. Dass Dorothee meine Königin wurde, hing auch damit zusammen, dass sie die Frau meines besten Freundes ist, Heinz-Bernd Stratmann. Also kein Ehekrach? Wember: Kein Ehekrach. Sie haben drei Kinder, Neele ist 12, Florian 10 und Moritz 5. Haben Sie die auch schon angesteckt mit dem grünen Schützenfieber? Wember: Angesteckt? Brauchte ich gar nicht. Kurze Erklärung wäre hilfreich. Wember: Wenn bei uns im Haus ,Preußens Gloria´ läuft, kommt Florian im Paradeschritt hereingeschneit. Der Bursche ist ganz wild auf Schützenverein. Er will beim Umzug zu Pfingsten unbedingt mitmarschieren, und zwar in Uniform. Jetzt suchen wir ein passendes Kleidungsstück für den Jungen. Verraten Sie mir einen Grund, nicht Schützenkönig zu werden. Wember: Nein. Nein? Wember: Nein, weil ich keinen einzigen Grund wüsste, der dagegen spräche. Es ist eine herrliche Erfahrung. Ich jedenfalls möchte diese drei Jahre als Schützenkönig von Elmenhorst nicht missen. Das Gespräch führte Karl-Heinz Knepper.

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