Lippebrücke Fußgängerzone: CDU befürchtet Sperrung mit Folgen - Stadt gibt Entwarnung

hzSanierung steht an

Soll die Lippebrücke an der Langen Straße/Münsterstraße bei Sanierungsarbeiten komplett gesperrt werden? Das befürchtet die CDU. Die Arbeiten werden lange dauern.

Lünen

, 28.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Am Dienstag, 25. Juni, erreichte die Redaktion eine Pressemitteilung der CDU: Von „fatalen Folgen einer geplanten Sperrung der Lippebrücke“ war darin die Rede. Gemeint ist die Brücke an der Fußgängerzone. Geplante Sperrung der Fußgängerzone? Davon weiß auch die Stadt-Pressestelle auf Anhieb nichts.

Diskussion mit Astrid Linn - auch über eine Vollsperrung?

Hintergrund der CDU-Mitteilung, die in eine Anfrage für die Ratssitzung am 11. Juli mündet, ist offenbar ein Gespräch der CDU mit Einzelhändlern und Astrid Linn, Referentin für Stadtentwicklung im Kunst-Café.

Dabei ging es auch um die Sanierung der Brücke - und eine mögliche Vollsperrung. Einzelhändler befürchteten laut CDU Umsatzeinbußen, auch der Wochenmarkt würde darunter leiden. Das müsse verhindert werden.

Eine solche Vollsperrung sei gar nicht geplant, gibt Stadt-Sprecher Benedikt Spangardt Entwarnung. Saniert werden soll die Brücke aber in der Tat: „Die Stadt plant, die Korrosionsbeschichtung der Brückenbögen zu erneuern und den Fahrbahn- und Gehwegbelag zu sanieren.“

Arbeiten an der Lippebrücke sind erst für 2021 geplant

Die Arbeiten seien für 2021 geplant, deshalb stehe auch noch nicht genau fest, wie die Baustelle aussehen wird. Aber: „Eine Vollsperrung der Brücke steht nicht zur Debatte.“ Fußgänger werden die Brücke weiterhin passieren können - Fahrzeuge hingegen „voraussichtlich nicht“. Das hätte dann lediglich Auswirkungen für Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Lieferverkehr - andere motorisierte Verkehrsteilnehmer dürfen in der Fußgängerzone ja nicht unterwegs sein.

Klar ist auch, dass „die Brückenbögen und eventuell ein Teil der Fahrbahn dichtschließend eingehaust werden müssen“. Diese Arbeiten werden wohl größtenteils in den Sommermonaten stattfinden, weil es für Teile der Arbeiten dauerhaft trocken sein sollte. Das ganze könne laut Spangardt rund ein halbes Jahr dauern.

Händler kamen schon im Mai zum Gespräch zusammen

Damit bleibt den Einzelhändlern also die befürchtete Vollsperrung erspart. Die waren im Mai schon zu einem Stadtgespräch mit Stadt-Verantwortlichen im Gemeindezentrum St. Georg zusammengekommen. Dort gab es viel Lob für den Umbau der Innenstadt, aber auch Kritik, zum Beispiel in Sachen Stadtmarketing.

Aber auch der Zusammenhalt unter den Händlern selbst ist nach Meinung vieler ausbaufähig. Helmut von Bohlen, Chef des „City Ring Lünen“, kritisierte außerdem die Filialisten in der City, von denen sich manche gar nicht engagierten und ausschließlich als Trittbrettfahrer auftreten.

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