Lippefreunde gehen in die nächste Instanz: Berufung

«Tante Martha» fährt Probe auf dem Kanal

30.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Lünen Dr. Rudolf Salmen Nun soll es die nächste Instanz richten: Vor dem Oberverwaltungsgericht Münster wollen die Lippefreunde erreichen, dass ihr Ausflugsboot «Tante Martha» doch noch auf dem Fluss fahren darf. Der Antrag auf Zulassung der Berufung und die Berufungsbegründung wurden fristgerecht in Münster eingereicht, erklärte (Foto), 2. Vorsitzender der Lippefreunde. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte am 19. März die Klage des Vereins auf Erteilung einer wasserrechtlichen Erlaubnis abgewiesen - und damit das «Nein» des Kreises Unna bestätigt (wir berichteten). Da die Lippefreunde «eine Reihe von Fragezeichen und Fehlbeurteilungen» durch die Gelsenkirchener Richter sehen, hoffen sie nun, dass die Berufungsinstanz in Münster anders entscheidet. Unterdessen hat Tante Martha tatsächlich Wasser unter den Kiel bekommen, allerdings kein Lippewasser, sondern Kanalwasser. In Fuestrup bei Greven haben Probefahrten stattgefunden, berichtet Wilhelm Kanne sen., Vorsitzender der Lippefreunde. «Das Schiff läuft sehr gut, war nur ein bisschen kopflastig, was an den schweren Batterien liegt, die etwas versetzt werden müssen», so Kanne. Im Sommer will er alle Vereinsmitglieder zu Fahrten einladen. Alfred Meermann, ebenfalls Lippefreund, hat an Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick appelliert, das Thema Tante Martha beim Arnsberger Regierungspräsidenten Helmut Diegel anzusprechen, damit die Bezirksregierung ihre bislang ablehnende Haltung in Sachen Ausflugsschiff möglicherweise revidiert. Diegel kommt am Freitag (1.6.) zum Antrittsbesuch nach Lünen. Der Bürgermeister solle am besten mit ihm an der Lippe entlang gehen, schlägt Meermann vor. Fie-

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