Lkw-Lärm auf Achenbachstraße: Verkehrszählung, Gespräche, neue Schilder

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Das Ringen der Anwohner um ein Durchfahrtsverbot für Lkw in der Achenbachstraße geht weiter. Es gibt eine Verkehrszählung, neue Hinweisschilder und ein Gespräch mit dem Bürgermeister.

Brambauer

, 22.04.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Krise bestimmt in weiten Teilen das mediale und öffentliche Geschehen dieser Tage. In Brambauer setzt sich derweil die Bürgerinitiative (BI) Achenbachstraße weiter dafür ein, den Lkw-Verkehr aus der Straße verbannen zu lassen. Und es gibt Fortschritte.

Um ihr Anliegen auch ganz lokal öffentlich zu vertreten, haben die Mitglieder der BI Achenbachstraße am vergangenen Wochenende eigene Warnschilder und bemalte Laken an ihren Häusern aufgestellt und aufgehängt.

Die in den vergangenen Wochen erfolgte Verkehrszählung der Stadt ist abgeschlossen. Die Ergebnisse sollen im Juni vorliegen, wie Claudia Schöttler von der Bürgerinitiative erklärt.

Seit dem 15. April hat die Stadt mobile Geschwindigkeitsmessstationen an der Straße aufgestellt, die weitere Daten erheben. Denn die Anwohner kritisieren auch zu schnell fahrenden Verkehr im Allgemeinen. In der Achenbachstraße gilt Tempo 30.

Telefonkonferenz mit Bürgermeister

Zusätzlich hat sich Anfang April Bürgermeister und Verwaltungschef Jürgen Kleine-Frauns mit eingeschaltet. Via Telefonkonferenz am 7. April setzte er sich mit der Bürgerinitiative im übertragenen Sinne an einen Tisch. Für einen Termin in der Bürgersprechstunde hatten Schöttler und ihre Mitstreiter sich angemeldet.

In dem laut Schöttler rund einstündigen Gespräch sicherte Kleine-Frauns die Aufstellung der mobilen Geschwindigkeitsmesser zu. Der nach §24 der Gemeindeordnung eingereichte Bürgerantrag der BI werde von der Verwaltung geprüft und die Stadt bemühe sich, Akteneinsicht zur Entfernung des Durchfahrtsverbotsschildes für Lkw zu ermöglichen. Sobald die Corona-Lage es zulasse. Eben diese Entfernung und der damit subjektiv stark gestiegene Lkw-Verkehr in der Achenbachstraße sind einer der Kernkritikpunkte der BI.

Gleichwohl sei zu klären, welche rechtliche Lage an der Achenbachstraße bestehe, ob ein Lkw-Durchfahrtsverbot möglich sei.

Verkehrslage Thema seit den 90ern

Dass die Verkehrslage an der Achenbachstraße ein Langzeitthema ist, belegt unter anderem auch ein Zeitungsartikel der Ruhr Nachrichten vom 19. Juni 1992, den ein Anwohner aufgehoben und nun der Redaktion wieder zugeschickt hat. Darin fordern Anwohner Schwellen und Blumenkübel gegen Raser in der Achenbachstraße.

Die Verkehrslage an der Achenbachstraße ist schon den 90er Jahren ein kontrovers diskutiertes Thema.

Die Verkehrslage an der Achenbachstraße ist schon den 90er Jahren ein kontrovers diskutiertes Thema. © Privat

Auch das einseitige Durchfahrtsverbot für Lkw wird thematisiert. Denn das Verbotsschild stand seit jeher nur in Fahrtrichtung Waltrop an der Kreuzung Mengeder-/Achenbachstraße.

Politisch beraten werden soll über den Bürgerantrag in der Sitzung des Ausschusses für Ordnung und Sicherheit am 17. Juni. Unter Vorbehalt. Denn ob die Sitzung wie geplant stattfinden kann, ist wegen der Corona-Krise natürlich noch unklar.

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