Lükaz nach Brand so gut wie gereinigt, Schadenshöhe liegt weiter im Dunkeln

hzLüner Kultur- und Aktionszentrum

Die Reinigung des Lükaz ist nach dem Brand im Dezember 2018 nahezu abgeschlossen. Trotzdem gibt es noch keinen exakten Eröffnungstermin. Der genaue Schaden steht laut Stadt auch nicht fest.

Lünen

, 24.05.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem Brand im Lüner Kultur- und Aktionszentrum (Lükaz) Ende Dezember 2018 geht die Verwaltung weiterhin von einer Wiederöffnung des Zentrums im zweiten Halbjahr dieses Jahres aus. Das erklärte Stadtsprecher Benedikt Spangardt am Mittwoch (22.) auf Anfrage unserer Redaktion.

Einen genauen Eröffnungstermin nannte der Stadtsprecher nicht und lieferte den Grund aus Sicht der Verwaltung dafür gleich mit: „Wegen der umfangreichen Reinigungsmaßnahmen konnte ein genauer Bauzeitplan noch nicht definiert werden.“ Das sollte jetzt allerdings möglich sein. Denn die Reinigung ist den weiteren Angaben zufolge so gut wie abgeschlossen.

Freie Hand für Handwerker

„Das Gebäude wurde vom Brandsanierer an die Handwerker übergeben“, sagte Spangardt. Zur Höhe des Brandschadens machte er keine Angaben, außer: „Es gibt noch keine endgültigen Zahlen. Unsere Rechtsabteilung steht in ständigem Kontakt zum Versicherer. Genaue Zahlen werden wir erst am Ende wissen.“

Zur Erinnerung: In der Nacht vom 26. auf den 27. Dezember 2018 hatte es im Keller des Lükaz an der Kurt-Schumacher-Straße gebrannt. Zeitgleich fand die Party „Funk Fatal“ statt. Rund 330 Gäste waren zu dem Zeitpunkt anwesend. Die alarmierte Feuerwehr war kurze Zeit später vor Ort.

Nach damaliger Auskunft der Feuerwehr hatten das Brandschutzkonzept und das umsichtige Verhalten der Gäste beim Verlassen des Gebäudes Schlimmeres verhindern können. Verletzte gab es nicht.

Lükaz nach Brand so gut wie gereinigt, Schadenshöhe liegt weiter im Dunkeln

So sah es in einem der Lükaz-Räume nach dem Brand aus. © Goldstein

Zum Ausmaß der Reinigung hieß es Mittwoch bei der Stadt: „Alle Räume, Möbelstücke, Einbauten und das komplette technische Equipment wurden gereinigt oder mussten entsorgt werden.“

Je nach Betroffenheit und Einstufung der Verschmutzung durch Sachverständige seien unterschiedliche Reinigungsmethoden zum Einsatz gekommen. „Das reicht von einer einfachen Reinigung durch Abwischen über eine intensive chemische Reinigung bis hin zum Sandstrahlen der Betondecken. Letztlich mussten auch Gegenstände und Mobiliar entsorgt werden“, sagte Stadtsprecher Spangardt.

Von dem Brand im Lükaz-Gebäude waren auch Räumlichkeiten der dort ansässigen Musikschule betroffen - zahlreiche Musikinstrumente waren nach dem Brand vom Ruß bedeckt. Mittlerweile sind die Instrumente gereinigt. Das gilt auch für die teuren Flügel.

Steinway-Flügel sind gereinigt

„Die Steinway-Flügel hat die Fachfirma Maiwald in Kamen gereinigt. Spätfolgen, wie Rost an Metallteilen, zum Beispiel an den Saiten, können leider nicht ausgeschlossen werden. Die Flügel sind bis auf weiteres bei der Firma Maiwald eingelagert“, sagte Spangardt. Die Reinigung der Flügel inklusive Transport habe 1200 Euro gekostet.

Bis auf die Flügel sind alle Instrumente der Musikschule in einem leerstehenden Ladenlokal in der Innenstadt gelagert. Dieses Ladenlokal hat die Stadt dafür eigens angemietet. „Auf diese Weise“, sagte Benedikt Spangardt, „lagern die Instrumente bei gleichbleibenden Temperaturen und können zentral an einem Ort herausgegeben und wieder in Empfang genommen werden“.

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