Lünen zeigt vielfältigen Einsatz für fairen Handel

Aktionstag

Fairer Handel ermöglicht bessere Arbeits- und Lebensbedingungen von Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Wie vielfältig das Engagement dafür in Lünen ist, wurde am Samstag auf dem Marktplatz beim Fairtrade-Aktionstag "Lünen-Eine.Welt.Stadt" deutlich.

LÜNEN

, 17.09.2017, 12:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Trommelgruppe Salibonani animerte die Besucher zum Tanzen.

Die Trommelgruppe Salibonani animerte die Besucher zum Tanzen.

„Das ist Ihr Tag, damit alle Aktivitäten gesehen werden“, sagte Gabriele Schiek von der städtischen Gleichstellungsstelle, die zum Aktionstag eingeladen hatte. Denn Lünen hat erneut den Titel „Fairtrade Stadt“ erhalten. Siegfried Störmer, stellvertretender Bürgermeister, nahm die Rezertifizierungsurkunde vom Netzwerk Faire Metropole Ruhr entgegen.

An elf Ständen präsentierten sich lokale Akteure und ernteten Lob. „Schmecken und etwas Gutes tun, ich finde das Angebot toll“, sagte eine Lünerin und kaufte sich Honig aus Mexiko am Stand des Aktionskreises Fairer Handel. Er steht jeden Samstag auf dem Viktualienmarkt.

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Eindrücke vom Lüner Fairtrade-Aktionstag 2017

Fairer Handel ermöglicht bessere Arbeits- und Lebensbedingungen von Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Wie vielfältig das Engagement dafür in Lünen ist, wurde am Samstag auf dem Marktplatz beim Fairtrade-Aktionstag "Lünen-Eine.Welt.Stadt" deutlich.
17.09.2017
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Die Trommelgruppe Salibonani animerte die Besucher zum Tanzen.© Foto: Volker Beuckelmann
Schülerinnen und Schüler der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule zeigten an ihrem Stand ihre Ideen in Sachen fairer Handel.© Foto: Volker Beuckelmann
Afrikanische Speisen wie Hefeteigbällchen oder Gemüsepfanne fanden reichlich Abnehmer.© Foto: Volker Beuckelmann
Bei einer Talkrunde zum Thema Fairer Handel befragte die Moderatorin Antje Schwarze (2.v.l.) und die Schülerin Lisa Eichler (l.) Rene Weber (v.l., Sport-Live), Vera Dwors (Metropole Ruhr) und Markus Kaluza (Einzelhandelsverband).© Foto: Volker Beuckelmann
An einem "Coffe-Bike" konnten Kaffee-Spezialitäten genossen werden.© Foto: Volker Beuckelmann
Das Multikulturelle Forum zeigte ihr erfolgreiches Projekt "Integra et Klima", das bei Integrationskursen das Thema Nachhaltigkeit vermittelt.© Foto: Volker Beuckelmann
Innerhalb weniger Minuten fertigten diese jungen Besucher aus alten T-Shirts originelle Taschen am Stand der städt. Kita Rudolph-Nagell.© Foto: Volker Beuckelmann
Frauen vom ehrenamtlichen Nähcafe präsentierten am Stand der Gleichstellungsstelle ihre schönen Ergebnisse: Kinder- und Damenkleidung.© Foto: Volker Beuckelmann
Bei einem Memory konnten Kinder am Stand des kath. Familienzentrums Nord ihr Wissen in Sachen Entwicklungsziele testen oder auch Malen ohne Papier.© Foto: Volker Beuckelmann
Die Trommelgruppe Salibonani animerte die Besucher zum Tanzen.© Foto: Volker Beuckelmann
Die Tüftler des Repair-Cafes zeigten, dass viele defekte Geräte noch repariert werden können.© Foto: Volker Beuckelmann
Stolz nahm der stellv. Bürgermeister Siegfried Störmer (r.) die Re-Zertifizierungsurkunde (Faire Metropole Ruhr) durch die Vertreterin der Metropole Ruhr, Vera Dwors (l.), entgegen.© Foto: Volker Beuckelmann
Bei einer Talkrunde zum Thema nachhaltige Entwicklungsziele kamen Dr. Ulrich Weber (l.) und Politikvertreter zu Wort: (v.r.) Annette Droege-Middel, Gerd Kestermann, Eckhard Kneisel und Rüdiger Haag. Es moderierte Antje Schwarze (2.v.l.). Auch die Schülerin Lisa Eichler (r.) stellte Fragen.© Foto: Volker Beuckelmann
Bei einer Talkrunde zum Thema nachhaltige Entwicklungsziele kamen als Politikvertreter zu Wort: (v.l.) Rüdiger Haag, Eckhard Kneisel, Gerd Kestermann und Annette Droege-Middel.© Foto: Volker Beuckelmann
Die ev. Kindertageseinrichtung Paul-Gerhardt bereicherte die Veranstaltung mit krerativen Bastel-Ideen, darunter dekorative Kugeln, gebastelt aus Recylclingmaterial.© Foto: Volker Beuckelmann
Sein Glück versuchen und fair gehandelte Produkte gewinnen konnte man an einem Glücksrad des Aktionskreises Fairer Handel Lünen.© Foto: Volker Beuckelmann
Eckhard Kneisel kam mit einem Lasten-Fahrrad und ging mit gutem Beispiel voran in Sachen nachhaltige Fortbewegung.© Foto: Volker Beuckelmann
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„Chips laufen bei uns als Snack am besten“, meinte Simon, Schüler der mit dem Fair-Trade-Siegel ausgezeichneten Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, die über Produkte aus dem schuleigenen Weltladen informierte.

Bekleidung präsentierte das Auf dem Ringe ansässige Nähcafé für geflüchtete Frauen. Auch Kindertageseinrichtungen machen sich stark für Nachhaltigkeit, so die Kita Paul-Gerhardt, das Familienzentrum Nord und die Kita Rudolph-Nagell-Straße. Letztere zeigte, wie aus T-Shirts Recycling-Taschen werden.

„Wir klären auf, wie man im Haushalt Strom spart und sich nachhaltig ernährt“, erklärte Dominik Donges vom Multikulturellen Forum.

Konzept von der Stadt gefordert

„Reden Sie mit den Händlern, profitieren Sie von dem Wissen. Das ist eine Sache, die der stationäre Einzelhandel wirklich viel besser kann, als digitale Kanäle“, betonte Markus Kaluza (Einzelhandelsverband NRW Westfalen-Münsterland) in einer Talkrunde. Dabei erläuterte Rene Weber vom Lüner Sportgeschäft „Sport-live“ seine nachhaltige Angebotspalette.

Dr. Ulrich Weber von der Lüner Initiative gegen globale Armut (LIGA) und wünschte sich von der Stadtverwaltung ein Konzept, um die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele auf kommunaler Ebene zu entwickeln. 

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