Lüner Besucher diskutierten über Überraschungs-Erfolg „Systemsprenger“

30. Kinofest

Ein Besucherrekord, eine schwierige Aufgabe und kulinarische Grüße von den Partnerfestivals - am zweiten Tag des 30. Lüner Kinofestes war eine Menge los in der Cineworld.

Lünen

, 15.11.2019, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lüner Besucher diskutierten über Überraschungs-Erfolg „Systemsprenger“

Drei Lüner Perle-Jurorinnen und ein Gast aus München: (v.l.) Madeleine Zippro, Jutta Bruchmayer, Dr. Carola Reiners und José Flume. © Günter Blaszczyk

Ein Film über ein kleines Mädchen, das Geborgenheit sucht, aber durch seine unberechenbare Art überall rausfliegt, ist der Überraschungserfolg des deutschen Kinojahres. „Systemsprenger“ steht auf der Nominierungsliste für den Oscar und lockte nach knapp zwei Monaten schon 500.000 Menschen ins Kino.

Einige hundert von ihnen kamen alleine am Donnerstag (14.11.) aus Lünen und trugen zum Erfolg bei. Darüber freute sich Produzent Peter Hartwig, der aus Potsdam kam und mit den Zuschauern diskutierte.

Keine leichte Jury-Aufgabe und Partnerfestivals

Keine leichte Aufgabe haben die fünf Lünerinnen, die diesmal als Jury für die „Perle“ fungieren. Sie müssen vier Filme aus verschiedenen Blickwinkeln beurteilen und dann einen Preis für eine Frau aus der Filmbranche vergeben. Egal ob für Regie, Darstellung, Schnitt oder Kostüm.

FOTOSTRECKE
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Das war am Donnerstag beim Kinofest los

15.11.2019
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Die Cineworld im Dämmerlicht.© Günter Blaszczyk
Die Drehbuch-Jury: (v.l.) Corinne Le Hong, Rainer Gansera und Karin Kaci.© Günter Blaszczyk
Beim Empfang der Partnerfestivals gab es Spezialitäten aus den Ländern, in denen die Partnerfestivals beheimatet sind.© Günter Blaszczyk
Beim Empfang der Partnerfestivals.© Günter Blaszczyk
Produzent Peter Hartwig stellte den viel diskutierten Film "Systemsprenger" vor.© Günter Blaszczyk
Drei Lüner Perle-Jurorinnen und ein Gast aus München: (v.l.) Madeleine Zippro, Jutta Bruchmayer, Dr. Carola Reiners und José Flume.© Günter Blaszczyk
Drei der fünf Perle-Jurorinnen, die den Preis auch stiften: (v.l.) Madeleine Zippro, José Flume und Dr. Carola Reiners.© Günter Blaszczyk
Kinofestleiter Mike Wiedemann mit den beiden Leiterinnen des Festivals in Lünens litauischer Partnerstadt Panevezys.© Günter Blaszczyk
Das Team des Lüdia-Wettbewerbsfilms "Mein Ende, dein Anfang".© Günter Blaszczyk
Produzent Herbert Schwering ist seit dem 1. Lüner Kinofest immer mal wieder zu Gast. Diesmal stelle er die Dokumentation "Es hätte schlimmer kommen können" über Mario Adorf vor.© Günter Blaszczyk
3600 Schüler waren beim "Kinofest plus" in an drei Vormittagen in der Cineworld.© Günter Blaszczyk
Lukas Bürger sorgt wieder mit Massagen dafür, dass die Kinobesucher auch nach vielen Filmen noch durchhalten.© Günter Blaszczyk
Die beiden Kinofestleiter Sven Ilgner (l.) und Mike Wiedemann (r.) mit dem Regisseur von "Fluten", Georg Pelzer.© Günter Blaszczyk
Die Cineworld mit dem Lichter-Aufbau fürs Kinofest.© Günter Blaszczyk

Die drei Partnerfestivals des Kinofestes aus Litauen, Albanien und Südtirol stellten sich am Abend auch kulinarisch in der Lounge der Cineworld vor.

Währenddessen gab es zwei weitere bemerkenswerte Filme. Schauspielerin Merve Aksoy präsentierte „Nur eine Frau“, einen Film über eine wahre Geschichte - die des Mordes an Aynur aus Berlin. Produzent Herbert Schwering erzählte von den Dreharbeiten mit dem großen Mario Adorf für die Doku „Es hätte schlimmer kommen können“.

Gratulations-Mail von den ersten beiden Kinofest-Leiterinnen

Kinofestleiter Mike Wiedemann bekam derweil eine Mail von Elfriede Schmitt und Ute Teigler, seinen Vorgängerinnen, die das Kinofest 15 Jahre lang geleitet hatten:

„Es ist toll, dass 30 Jahre nach Gerd Politts Idee, in seinem Kino in Lünen ein Fest für den einheimischen Film zu etablieren, ein großes Jubiläumsfest gefeiert wird!

Besonders schön zu sehen, dass so viele Wegbereiter, Unterstützer und Förderer seit vielen Jahren dabei sind. Wir sind dankbar und stolz, dass wir die erste Lebenshälfte des Kinofests maßgeblich mit prägen durften und Lünen auf der Landkarte der wesentlichen Veranstaltungen für den einheimischen Film markieren konnten.“

Das Kinofest geht am Freitag (15.11.), Samstag (16.11.) und Sonntag (17.11.) mit vielen weiteren Filmen und Gästen weiter.

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