Lüner demoliert Wohnung nach Streit mit Ex-Frau und schlägt Zeugen

hzProzess am Amtsgericht

Nach einem Streit soll einem Lüner die Sicherung durchgebrannt sein. Er randalierte in einer Wohnung, ließ sich auch von einem Zeugen nicht bremsen. Genau dieser Zeuge fehlte jetzt vor Gericht.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 21.10.2020, 12:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im März soll ein Lüner in der Wohnung seiner Ex-Frau randaliert und einen Zeugen mit Zivilcourage mit einem Besenstiehl verprügelt haben. Vor dem Amtsgericht klang seine Version nun etwas anders und von den Zeugen fehlte jede Spur.

Streit mit der Verflossenen war am 3. März offenbar der Anlass für den 35-jährigen Lüner, seinen Zorn an einer Glasscheibe und Möbeln auszulassen. Ein Zeuge, der mit einem Besenstiehl dazu kam, wollte dazwischen gehen und dürfte das bitter bereut haben. Laut Anklage entriss ihm der wütende Mann den Besenstiehl und schlug damit auf ihn ein.

Sicherung durchgebrannt, trotz offenem Haftbefehl

Wegen gefährlicher Körperverletzung saß der Lüner, der mittlerweile eine mehrjährige Haftstrafe verbüßt, nun auf der Anklagebank. Offen räumte er ein, die Glasscheibe und Möbel kaputtgeschlagen zu haben. Ihm sei einfach die Sicherung durchgebrannt. Da zu der Zeit ein Haftbefehl gegen ihn draußen gewesen sei, habe er danach einfach schnell wegkommen wollen. Da sei der Mann mit der Holzlatte aufgetaucht. Die habe er ihm entrissen. Aber zugeschlagen habe er mit der Faust und auch nur ein Mal.

Nach der Einlassung hätten zwei Zeugen gehört werden sollen. Sie fehlten. Folge: 100 Euro Ordnungsgeld für jeden von ihnen und für die zusätzlichen Kosten müssen sie aufkommen. Demnächst soll der Fall neu aufgerollt werden – mit Zeugen.

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