„Lüner Fest der Vielfalt“ setzt besondere Akzente beim Thema Inklusion

Premiere mit neuem Namen

Dieses Stadtfest hat eine 36-jährige Geschichte. Doch erstmals fand es unter dem neuen Namen „Lüner Fest der Vielfalt“ statt. Damit ist der Bogen der Veranstaltung noch weiter gespannt.

Lünen

, 16.06.2019 / Lesedauer: 3 min
„Lüner Fest der Vielfalt“ setzt besondere Akzente beim Thema Inklusion

Folkloregruppen sorgten mit ihren Darbietungen für große kulturelle Vielfalt beim "Fest der Vielfalt". © Foto Beuckelmann

Aus dem Multikulturellen Stadtfest ist nach einem einstimmmigen Votum das Lüner Fest der Vielfalt geworden: Besucher lobten die Umbenennung der Veranstaltung, die vom Integrationsrat und dem Behindertenbeirat der Stadt Lünen organisiert wird und ein breites Themenspektrum sowie ein großes kulturelles Rahmenprogramm bot.

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Premiere für das "Lüner Fest der Vielfalt"

Aus dem "Multikulturellen Stadtfest" ist das "Lüner Fest der Vielfalt" geworden. Am Samstag, 15. Juni, fand es erstmals unter dem neuen Namen statt - und hatte einiges zu bieten.
16.06.2019
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Folkloregruppen sorgten mit ihren Darbietungen für große kulturelle Vielfalt beim "Fest der Vielfalt".© Foto Beuckelmann
Frank Vehlow (l.) vom Blinden- und Sehbehindertenverein gab Ratschläge zur altersbedingten Makula-Degeneration oder diabetischen Augenschäden. Beim Besuch des Info-Standes bekamen die Gäste, darunter Politiker, Organisatoren und Akteure einen Einblick.© Foto Beuckelmann
Impressionen vom "Fest der Vielfalt", das auf dem Willy-Brandt-Platz zahlreiche Besucher anlockte und ein großes Rahmenprogramm bot.© Foto Beuckelmann
Die jungen Talente der rhythmischen Sportgymnastik aus Dortmund ernteten mit ihren Darbietungen beim "Fest der Vielfalt" großen Beifall.© Foto Beuckelmann
Impressionen vom "Fest der Vielfalt", das auf dem Willy-Brandt-Platz zahlreiche Besucher anlockte und ein großes Rahmenprogramm bot.© Foto Beuckelmann
Die inklusive Band "Easy" präsentierte aktuelle Hits und bekam viel Beifall.© Foto Beuckelmann
Folkloregruppen sorgten mit ihren Darbietungen für große kulturelle Vielfalt beim "Fest der Vielfalt".© Foto Beuckelmann
„Wir sind sehr zufrieden, die AWO ist immer dabei“, so Vera Kestermann-Kuschke (r.) vom AWO-Ortsverein Lünen-Nord, der mit seinem Team sein Angebot vorstellte.© Foto Beuckelmann
Die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) informierte über das Inklusionsprojekt „JederBus“, um allen Menschen das Busfahren zu erleichtern. Gaby Freudenreich (VKU) gab Hinweise etwa zu Info-Veranstaltungen für Rollator-Nutzer oder Sehbehinderte.© Foto Beuckelmann
Der Sozialverband Deutschland präsentierte beim "Fest der Vielfalt" sein umfangreiches soziales Hilfsangebot.© Foto Beuckelmann
Erstmals dabei beim "Fest der Vielfalt" war die Morbus Bechterew-Selbsthilfe-Vereinigung, die über die rheumatische Erkrankung und ihre Behandlungsmöglichkeiten informierte.© Foto Beuckelmann
Folkloregruppen sorgten mit ihren Darbietungen für große kulturelle Vielfalt beim "Fest der Vielfalt".© Foto Beuckelmann
"Vielfalt heißt Innovation, Vielfalt heißt Fortschritt", sagte Landrat Michael Makiolla, der in seinem Grußwort die Vielfalt im Kreis Unna und der Stadt Lünen lobte.© Foto Beuckelmann
Folkloregruppen sorgten mit ihren Darbietungen für große kulturelle Vielfalt beim "Fest der Vielfalt".© Foto Beuckelmann
Folkloregruppen sorgten mit ihren Darbietungen für große kulturelle Vielfalt beim "Fest der Vielfalt".© Foto Beuckelmann
Folkloregruppen sorgten mit ihren Darbietungen für große kulturelle Vielfalt beim "Fest der Vielfalt".© Foto Beuckelmann
Politiker, Akteure und Organisatoren informierten sich bei einem Rundgang über die Stände mit ihren Angeboten. Hakan Takil (r.) vom Integrationsrat und Wolfgang Bennewitz (l.) vom Behindertenbeirat sowie die Integrationsbeaufragte der Stadt, Dr. Aysun Aydemir (4.v.r.) freuten sich.© Foto Beuckelmann

Trotz einiger Absagen gab es am Samstag (15. Juni) auch drei neue Stände, darunter die Morbus Bechterew-Selbsthilfe-Vereinigung, die über die rheumatische Erkrankung und ihre Behandlungsmöglichkeiten informierte. Der Blinden- und Sehbehindertenverein gab Ratschläge zur altersbedingten Makula-Degeneration oder diabetischen Augenschäden.

Die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) informierte über das Inklusionsprojekt „JederBus“, um allen Menschen das Busfahren zu erleichtern. Gaby Freudenreich (VKU) gab Hinweise etwa zu Info-Veranstaltungen für Rollator-Nutzer oder Sehbehinderte.

Akteure zeigen, wofür sie sich einsetzen

„Wir sind sehr zufrieden, die AWO ist immer dabei“, so Vera Kestermann-Kuschke vom AWO-Ortsverein Lünen-Nord, der sein Angebot vorstellte. Ob der Sozialverband Deutschland mit sozialen Hilfsangeboten, das Kommunale Integrationszentrum Kreis Unna mit seinem Konzept zur Sprachförderung, das Multikulturelle Forum mit seinen Kursen, der Behindertenbeirat, der bald sein 40-jähriges Bestehen feiert oder der Integrationsrat – gemeinsam zeigten die Akteure jeweils auf ihre Art, wofür sie sich einsetzen.

„Barrieren auch in den Köpfen abbauen“

Horst Müller-Baß betonte als Erster Beigeordneter der Stadt Lünen im Grußwort: „Wenn Sie sich hier umschauen, werden Sie sehen, dass unsere Gesellschaft in Lünen sehr breit aufgestellt ist und dass wir mit diesem Fest der Vielfalt auch das Thema der Inklusion zeigen. Alle Menschen sollen teilhaben können an unserem gesellschaftlichen Leben und Chancen haben.“

Es gelte, Barrieren und Schranken nicht nur im Leben, sondern auch in den Köpfen der Menschen abzubauen, betonten in ihren Grußworten Landrat Michael Makiolla, SPD-Bundestagsabgeordneter Michael Thews, SPD-Landtagsabgeordneter Rainer Schmeltzer, Hakan Takil (Integrationsrat) und Wolfgang Bennewitz (Behindertenbeirat).

Moschee-Gemeinde feierte eigenes Fest

Als Integrationsbeauftragte der Stadt zog Dr. Aysun Aydemir ein positives Fazit der gut besuchten Veranstaltung, bedauerte aber, dass die DITIB-Moschee-Gemeinde diesmal nicht dabei war, da sie am Wochenende ihr Gemeindefest feierte.

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