Lüner Fußgängerbrücke soll 2018 abgerissen werden

Kurt-Schumacher-Straße

Wahrscheinlich 2018 wird die Fußgängerbrücke über die Kurt-Schumacher-Straße in Lünen abgerissen – und bald soll es auch eine Alternative geben. Nach einer Entscheidung des Stadtrates soll die Verwaltung möglichst schnell die Ersatz-Lösungen noch einmal genau überprüfen: Ampel, Neubau oder doch eine Unterführung?

LÜNEN

, 02.03.2017, 18:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei sechs Gegenstimmen und drei Enthaltungen aus der GFL hatte der Rat am Donnerstagnachmittag zuerst die Entscheidungen aus Stadtentwicklungs- sowie Sicherheits- und Ordnungs-Ausschuss zur maroden Fußgängerbrücke über die Kurt-Schumacher-Straße bestätigt. Die Verwaltung soll „alle gefahrenabwehrenden Maßnahmen bis hin zum Abriss treffen“, hieß es.

Brücke soll 2018 abgerissen werden

Fachdezernent Thomas Berger erklärte, dass dieser Abriss wohl 2017 geplant, 2018 dann durchgeführt werden könnte. Wie berichtet, ist die Brücke marode – es kann perspektivisch nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen werden, dass die Brücke auch ohne Vorankündigung nachgibt.

Zuvor hatte der Rat sich dagegen entschieden, den Zustand der Brücke noch einmal von einem externen Gutachter überprüfen zu lassen. Dieser Antrag der GFL sei ein „Misstrauensvotum“ gegenüber der Verwaltung, meinte FDP-Fraktionsvorsitzender Dr. Roland Giller.

Schüler fordern Ersatz-Überquerung

Dass nach dem Abriss eine Ersatzlösung her muss, da waren sich die meisten Ratsmitglieder einig. Am Mittwoch und kurz vor der Sitzung vor dem Rathaus hatten noch einmal lautstark rund 300 Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG) darauf aufmerksam gemacht, dass sie auf eine Überquerungsmöglichkeit zur Rundturnhalle angewiesen sind. Zu gefährlich und zeitraubend sind alle anderen Wege.

Nur die FDP sah das nicht ein. Die Schule solle für Hin- und Rückweg einfach eine weitere Unterrichtsstunde einplanen, meinte Giller – erntete damit aber keinen Beifall: „Eine extravagante Einschätzung“, meinte GFL-Fraktionsvorsitzender Dr. Johannes Hofnagel.

Kosten für Ampel, Neubau oder Tunnel prüfen

Die Verwaltung soll jetzt genau prüfen, was Ampel, Neubau oder Untertunnelung kosten würden, wie und ob es überhaupt realisierbar wäre und in welchem Zeitraum. Außerdem soll geklärt werden, ob die Ersatzlösung mit Fördermitteln unterstützt werden kann. CDU-Ratsherr Arno Feller wies darauf hin, dass für einen möglichen Neubau auch das ehemalige Mercedes-Gelände infrage kommt. Die Verwaltung hatte einen Neubau an gleicher Stelle bislang unter anderem deshalb ausgeschlossen, weil dort kein inklusionsgerechter Bau möglich wäre. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Rüdiger Billeb betonte, dass Planungen für einen Ersatz möglichst zügig vonstatten gehen müssten, damit die Beeinträchtigungen gering bleiben. Das freute auch GSG-Schulleiter Christian Gröne, der mit einigen Schülern die Sitzung von der Tribüne aus verfolgte: „Das ist eine vernünftige Vorgehensweise“, erklärte Gröne am Rande der Sitzung.

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