Der Zaun um den Horstmarer See soll Anfang der kommenden Woche abgebaut werden. Auch das Badeverbot wird dann wohl aufgehoben. © Günther Goldstein
Seepark

Lüner greift Mitarbeiter des Ordnungsamtes am Seepark Horstmar an

Zu Handgreiflichkeiten zwischen einem 20-jährigen Lüner und Mitarbeitern des städtischen Ordnungsamtes kam es Mittwoch am Seepark bei einer Routinekontrolle. Es war auch Pfefferspray im Spiel.

Zwischenfall am Seepark Horstmar: Bei einer Routinekontrolle am Seepark wurden am Mittwoch (16. Juni) Mitarbeiter des Ordnungsamtes von einem 20-jährigen Lüner beleidigt und angegriffen. Grund war ein Parkverstoß am Baukelweg.

Das teilte die Polizei am Donnerstag (17. Juni) mit und bestätigte damit Informationen unserer Redaktion.

Wie eine Polizeisprecherin sagte, habe der junge Lüner seinen Angaben zufolge am späten Nachmittag nur bei einem Umzug helfen wollen.

„Als er allerdings um 17.55 Uhr vom Ordnungsamt auf seinen Verstoß aufmerksam gemacht wurde, kam alles anders.“

Mit den Hinweisen zum Parkverstoß habe der 20-Jähriger offenbar nicht gut umgehen können, hieß es bei der Polizei weiter:

„Seinen falsch geparkten Wagen ließ er zwar von einem Bekannten umparken, beleidigte dann aber drei Mitarbeiter des Ordnungsamtes.“

Laut eigenen Angaben, so die Polizei, habe sich der junge Mann falsch von den Mitarbeitern des Ordnungsamtes angesprochen gefühlt.

Und so ging es dann nach Polizeiangaben weiter:

  • Nach der Abfolge einiger Beleidigungen wollte der Lüner dann augenscheinlich einen Mitarbeiter des Ordnungsamtes in seinem Dienstwagen angreifen.
  • Dieser setzte daraufhin sein dienstlich mitgeführtes Pfefferspray ein.
  • Während die Mitarbeiter des Ordnungsamtes den 20-Jährigen versuchten zu ergreifen, kamen zu Hilfe gerufene Polizisten hinzu.
  • Der Lüner widersetzte sich auch den Anweisungen der Polizeibeamten.
  • Als diese ihn sicherheitshalber zu Boden brachten und beruhigen wollten, trat der Lüner noch um sich.
  • Ein Mitarbeiter des Lüner Ordnungsamtes verletzte sich hierbei leicht – er wurde vorsorglich im Krankenhaus behandelt.
  • Polizisten legten dem Tatverdächtigen vorsorglich Handfesseln um, er konnte sich im Streifenwagen beruhigen.
  • Nach allen relevanten polizeilichen Maßnahmen wurde der Lüner entlassen.

Die Ermittlungen zum eröffneten Strafverfahren laufen. Im Nachhinein betrachtet, hieß es bei der Polizei am Donnerstag, „wäre die Zahlung des Parkverstoßes vermutlich eine Kleinigkeit gewesen.“

Unterdessen erklärte die Stadt Lünen am Donnerstag auf Anfrage unserer Redaktion: „Wir als Stadt verurteilen den Angriff auf die Mitarbeiter unseres Ordnungsamtes. Es ist nicht zu tolerieren, wenn Sicherheitskräfte, Ordnungskräfte oder auch Rettungskräfte angegriffen werden, weil sie im Einsatz für die Allgemeinheit sind“, sagte Pressesprecher Alexander Dziedeck.

„Dem Mitarbeiter geht es den Umständen entsprechend gut. Er musste die Nacht nicht im Krankenhaus verbringen.“ Man werde, sagte Dziedeck weiter, den Seepark – vor allem vor dem Hintergrund der hohen Temperaturen – weiterhin verstärkt im Blick haben und generelle Kontrollen in Zusammenarbeit mit einem privaten Sicherheitsdienst und der Polizei durchführen.

Über den Autor
Redaktion Lünen
Jahrgang 1968, in Dortmund geboren, Diplom-Ökonom. Seit 1997 für Lensing Media unterwegs. Er mag es, den Dingen auf den Grund zu gehen.
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