Lüner Klinik am Park will Lungenzentrum aufbauen

Neues CT-Gerät

Die Klinik am Park in Lünen will sich spezialisieren und ein Lungenzentrum einrichten. Ein erster Schritt war jetzt die Anschaffung eines neuen Computer-Tomographen (CT), für den die Klinik samt Umbau insgesamt 700.000 Euro in die Hand genommen hat. Seit Anfang der Woche ist er in Betrieb. Das ist aber längst nicht alles, was geplant ist.

LÜNEN

, 22.12.2016, 06:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Freuen sich über die Anschaffung des neuen CT-Geräts der Klinik am Park: Michael Kleinschmidt, Geschäftsführer, Heike Stefan, leitende medizinisch-technische Radiologieassistentin, Dr. Jens Rodenwaldt, Chefarzt der Radiologie, Leitender Oberarzt Istref Bardhi, Chefarzt Dr. Clemens Kelbel, Matthias Wagner, für Bauprojekte zuständig, und Stefan Grave, Krankenhausleiter.

Freuen sich über die Anschaffung des neuen CT-Geräts der Klinik am Park: Michael Kleinschmidt, Geschäftsführer, Heike Stefan, leitende medizinisch-technische Radiologieassistentin, Dr. Jens Rodenwaldt, Chefarzt der Radiologie, Leitender Oberarzt Istref Bardhi, Chefarzt Dr. Clemens Kelbel, Matthias Wagner, für Bauprojekte zuständig, und Stefan Grave, Krankenhausleiter.

Ein halbes Jahr habe Um- und Aufbau gedauert, erklärte am Mittwoch Matthias Wagner, in der Klinik am Park für Bauprojekte zuständig. Bisher gab es eine Kooperation mit einer an der Klinik ansässigen radiologischen Praxis. Diese Kooperation wird fortgesetzt.

„Aber wegen der Neuausrichtung in Lünen ist es nötig, ein CT dieser Klasse hier vorzuhalten“, erklärte Stefan Grave, Leiter der Klinik. Das Lungenzentrum soll vom Standort in Dortmund-Brackel nach Lünen verlegt werden. Das dortige Knappschaftskrankenhaus ist, ebenso wie die Klinik am Park, Teil des Krankenhausverbundes Klinikum Westfalen.

Neubau ist für 2017 geplant

Der Ausbau des Lungenzentrums wird deutlich mehr als die Neuanschaffung des CT umfassen. Im kommenden Jahr soll dazu ein Neubau entstehen, außerdem eine Thoraxchirurgie eingerichtet werden. Der Bedarf nach einer Lungen-Versorgung sei in der Region vorhanden, meint Dr. Jens Rodenwaldt, Chefarzt der Radiologie. Die Feinstaub-Belastung sei hoch, viele leiden auch unter Spätfolgen ihrer früheren Arbeit etwa im Bergbau oder in der Stahlindustrie. „COPD (Chronisch obstruktive Lungen-Krankheit) ist die neue Volkskrankheit“, sagt er.

Bei der effizienteren Diagnose soll das neue CT helfen, das detaillierte Bilder aus dem Körper der Patienten liefert.

Das neue Gerät der Marke General Electic Healthcare kann 128 „Schichten“ gleichzeitig aufnehmen und rotiert extra schnell. „Gerade Lungenpatienten bewegen sich krankheitsbedingt viel“, erklärt Rodenwaldt. Die Bilder schneller aufzunehmen, erhöhe deshalb die Genauigkeit. Wie eine Röntgenaufnahme setzt auch die CT-Aufnahme den Körper mit Strahlen aus. Die Dosis ist laut Rodenwaldt bei dem neuen CT jedoch um bis zu 82 Prozent gegenüber Vorgänger-Modellen reduziert worden. Bis zu 20 Untersuchungen pro Tag sollen – wenn es voll läuft – mit dem CT vorgenommen werden. 

 

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