Lüner Markt bekommt zusätzliche Gastronomie

Sondernutzung

Ein Bierwagen, ein Grillzelt und ein Verkaufswagen waren am Mittwoch Thema im Lüner Ausschuss für Sicherheit und Ordnung. Denn die Firmen Kanne und Stolzenhoff hatten beantragt, den Marktplatz in der Innenstadt gastronomisch nutzen zu dürfen. Das Ergebnis der Abstimmung war ein Ja, aber nicht einstimmig.

LÜNEN

, 03.07.2017, 14:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lüner Markt bekommt zusätzliche Gastronomie

Die Außengastronomie der Kanne-Filiale war im Ausschuss unstrittig. Diskussionen gab es um einen Verkaufswagen, der nur an bestimmten Tagen auf dem Marktplatz stehen darf.

Neue Regelungen für die gastronomische Nutzung des Marktplatzes in der Innenstadt beschlossen die Mitglieder des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung am Mittwoch im Rathaus. Allerdings nicht komplett einstimmig. Bei einzelnen Punkten gab es Enthaltungen und Gegenstimmen.

Einig waren sich die Ausschussmitglieder, dass die Firmen Bäckerei Kanne und Stolzenhoff („Heimatgeschmack“) jeweils eine Sondernutzungserlaubnis für ihre Außengastronomie erhalten.

Bei der Firma Stolzenhoff laufen derzeit noch Verhandlungen, ob möglicherweise an bestimmten Tagen ein Bierwagen und ein Grillzelt auf dem sogenannten „Europaplatz“ stehen sollen, so Seniorchef Helmut Stolzenhoff. Es geht also um den kleinen Platz zwischen Rathaus und ehemaligem Hertie-Haus. Laut Verwaltung sei es auch möglich, beides dauerhaft auf den Platz zu stellen. Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns: „Das würde dort niemanden stören.“

Bierwagen und Grillzelt

Man einigte sich jedoch darauf, der Firma Stolzenhoff das Aufstellen von Bierwagen und Grillzelt an zehn Tagen im Jahr – zu besonderen Anlässen in der Stadt – sowie während der Dauer des Weihnachtsmarktes zu gestatten. Ohne dass schon ein entsprechender Antrag vorliegt.

Einstimmig wurden der Firma Stolzenhoff erlaubt, an ihrem Verkaufsfenster am Markt Stehtische aufzubauen.

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Lange Diskussionen dagegen gab es beim Antrag der Firma Kanne, einen Verkaufswagen in Nähe der Filiale aufzustellen. Am Ende wurde der Antrag bei Enthaltungen der Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen positiv beschieden.

Damit kann die Firma Kanne ihren Verkaufswagen an Markttagen (dienstags, freitags und samstags) aufstellen. Außerdem an zehn weiteren Tagen im Jahr auf Antrag sowie während der Dauer des Weihnachtsmarktes. Die zehn zusätzlichen Tage sollten in Zusammenhang mit Anlässen stehen, an denen der Marktplatz ohnehin für Veranstaltungen genutzt wird.

Marktplatz attraktiv halten

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns sprach sich dafür aus, dass der Verkaufswagen an den drei Markttagen in der Woche auch den ganzen Tag stehen darf und nicht nur während der eigentlichen Marktzeiten: „Ich persönlich plädiere dafür.“ Die CDU befürchtet, dass eine Erlaubnis für einen Verkaufswagen Nachahmer nach sich zöge. „Mehrere Wagen verändern das Bild des neu gestalteten Platzes“, so Karl-Heinz Pisula (CDU).

Rüdiger Billeb (SPD) hielt dagegen, man wolle den soliden Unternehmen, die sich am Markt angesiedelt haben, auch Handlungssicherheit geben. Nur durch entsprechenden Umsatz werde garantiert, dass diese Unternehmen auch möglichst lange am Marktplatz bleiben.

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