Lüner Museum will Lebensgeschichten erzählen

hzNeues Konzept

Statt großer raumfüllender Vitrinen ein nachhaltiges Podest-System - im Lüner Museum tut sich einiges. Das erste Mal zu sehen bei einer Ausstellung, die viele Interessenten ansprechen soll.

Lünen

, 23.03.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Mensch soll im Museum im Mittelpunkt stehen - als Zeitzeuge, Besucher und Lernender. Das machte die neue Museumsleiterin Dr. Katja Stromberg im Kulturausschuss deutlich.

Sie stellte das neue Präsentationskonzept vor. Zu sehen ab Sonntag, 5. Mai, um 11 Uhr bei der Ausstellung „Lernen in Lünen“ im Museum in Schwansbell, der ersten Sonderausstellung in neuer Form.

„Unser Ziel ist es, allen Menschen Zugang zur Kultur zu ermöglichen“, so die Museumsleiterin. Bisher habe man die Sammelstücke in großen raumfüllenden Vitrinen ausgestellt. „In Zukunft werden die Objekte frei, vereinzelt inszeniert mit Objektbeschreibungen in klarer, einfacher Sprache mit Hintergrundinformationen.“

Ankaufkommission

Jede Fraktion vertreten

  • Der Kulturausschuss beschloss eine Ankaufkommission für bildende Kunst zu bilden, der je ein Vertreter jeder Fraktion angehören wird.
  • Karl Marek (CDU) hatte vorgeschlagen, dass die Kommission aus mehr Kunstschaffenden und Experten bestehen sollte als aus Politikern.
  • Wolfgang Manns (GFL) schlug vor, dass man auch den Förderverein für Kunst und Kultur einbinden sollte.

Dazu dient auch ein nachhaltiges Podest-System, das bewusst für eine gewisse Sicht-Distanz zwischen Betrachter und Objekt sorgt. Die Besucher sollen einbezogen werden durch Zeitzeugen-Interviews, Partizipation wie Notizen an Pinwänden oder Workshops.

Das stadthistorische Museum sei ein außerschulischer Lernort, ein Ort zum Sammeln, Bewahren, Forschen und Ausstellen, ein Ort zum Vermitteln. Katja Stromberg: „Anhand der Objekte im Gestern finden wir Ansatzpunkte, um ins Heute zu kommen.“ Es sollen anhand dieser Objekte Lebensgeschichten erzählt werden. Wie das funktionieren kann, zeigte die Museumsleiterin dem Ausschuss anhand einer jungen Schneiderin oder der Lüner Lehrerin Dr. Alma Langenbach.

Lesen Sie jetzt