Lüner ohne Führerschein fährt Polizei in die Arme - zwei Mal am selben Tag

Gerichtsprozess

Doppeltes Pech für einen Mann aus Lünen: In zwei Polizeikontrollen fiel der 27-Jährige negativ auf, weil er ohne Führerschein Auto fuhr. Nun musste sich der Lüner vor Gericht verantworten.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 26.08.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lüner ohne Führerschein fährt Polizei in die Arme - zwei Mal am selben Tag

Fahren ohne Führerschein ist keine gute Idee - das musste jetzt auch ein 27-jähriger Lüner feststellen. © picture alliance / dpa

Innerhalb von zwei Stunden wurde ein Lüner zwei Mal von der Polizei kontrolliert – ohne Führerschein, dafür mit Resten von Cannabis im Blut.

Gegen 16.45 Uhr geriet der 27-jährige Mann, der als Pizzabote in Lünen unterwegs war, zum ersten Mal in eine Kontrolle. Er präsentierte seinen ausländischen Führerschein, musste aber zugeben, länger als sechs Monate in Deutschland zu leben. Da er das Dokument in den besagten sechs Monaten nicht umschreiben ließ, war es somit ungültig. Zudem wurden in einem Schnelltest die Reste von Drogen festgestellt. Die Beamten wiesen ihn und seinen Chef darauf hin, dass er sich keinesfalls wieder hinter das Steuer setzen dürfe und staunten deshalb auch nicht schlecht, als er ihnen um 18.50 Uhr erneut entgegenfuhr.

Fahrer sei „ahnungslos“ gewesen

Im Prozess wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis in zwei Fällen räumte der Lüner die Fahrten zwar ein, versuchte jedoch, das Gericht davon zu überzeugen, dass er zunächst ahnungslos gewesen sei. Beim zweiten Mal hätte er das Auto lediglich umparken wollen. Die Polizisten entlarvten das als Schutzbehauptung.

Nun leistete der 27-Jährige Abbitte: „Ich entschuldige mich für mein Verhalten.“ Vor den Konsequenzen konnte ihn das nicht bewahren: 1500 Euro Geldstrafe und sechs Monate Sperrfrist zur Erteilung einer deutschen Fahrerlaubnis.

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