Lüner Sanitätshaus in neuen Räumen: Orbisana erweitert das Sortiment

hzUmzug in der City

Aus dem Sanitätshaus Servona ist Orbisana geworden. Neu ist nicht nur der Name, auch die Adresse. Das Lüner Geschäft befindet sich jetzt schräg gegenüber. Es hat dort neue Möglichkeiten.

Lünen

, 02.10.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon im Mai hat das Sanitätshaus Orbisana, das früher Servona hieß und davor Zieger, seinen Standort an der Münsterstraße 22 verlassen. Schräg gegenüber, in der ehemaligen Commerzbank-Filiale an der Münsterstraße 31, fand das seit 40 Jahren in Lünen beheimatete Geschäft neue Räume. Heller, größer und moderner ist es dort eingerichtet. Außerdem kann es dort mehr Ware anbieten.

„Glücklicherweise haben wir diesen Standort gefunden“, sagt Geschäftsführer Sikko Böhm. In dem ehemaligen Ladenlokal hätte das Unternehmen viel Geld in die Hand nehmen müssen, um es auf dieses Niveau zu bringen.

Auf über 200 Quadratmetern kann Orbisana nun nicht nur das klassische Rezeptgeschäft von Bandagen, Einlagen über Kompressionsstrümpfe bis hin zu Pflegehilfsmitteln anbieten. Auch frei verkäufliche Ware, die keine Kassenleistung ist, ist ein Schwerpunkt. Dazu zählen Fitnessarmbänder, Faszienrollen oder Vibrationsplatten für diejenigen, die fit und aktiv bleiben wollen. Orbisana, ein Gemeinschaftsunternehmen von Servona und Weltbild sowie Tochter der Düsseldorfer Droege Group, zielt dabei auf eine neue Kundengruppe: Die so genannten Best Ager ab 60 Jahre. Weltbild bringt das Kataloggeschäft und E-Commerce mit ein.

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Dennoch finden sich in dem Sanitätshaus auch Bademoden für Brustkrebspatientinnen oder Reha-Hilfsmitteln auf Rezept, dazu der Wohnungs-Rollator, den die Kasse nicht bezahlt, oder der Schlafanzug für die ältere Dame. „Wir setzen stärker auf den Freiverkauf“, erklärt Böhm das Unternehmenskonzept.

Werkstatt und Einlagenproduktion

Barbara Sieber ist Standortleiterin von Orbisana. Dazu zählen das Geschäft an der Münsterstraße 31, das an der Klinik am Park in Lünen-Brambauer und ein weiteres in Dortmund-Hörde. An der Münsterstraße ist der Hauptstandort mit Einlagenproduktion und Orthopädiewerkstatt. Neun Mitarbeiter sind dort tätig, das Team ist geblieben.

Grüne Farbe, viel Holz und großzügige Geschäftsräume prägen die Atmosphäre. Lünen gilt als Pilot-Filiale eines neuen Ladenbaukonzeptes für alle insgesamt zehn Sanitätshäuser.

Weil im Mai durch die Corona-Krise die Neueröffnung nicht gefeiert werden konnte, soll das am Mittwoch, 7. Oktober, unter Corona-Bedingungen nachgeholt werden. Zwischen 10 und 15 Uhr können sich Interessierte an verschiedenen Stationen informieren: Es gibt einen kostenloses Rollstuhl- und Rollator-Check, Einlagen-und Kompressionsberatung, einen Crêpes-Stand und ein Glücksrad, an dem Preise zu gewinnen sind.

„Lünen ist ein attraktiver Standort“, so Sikko Böhm. An der Münsterstraße 31 ist er auch ein besonderer: im Keller befinden sich noch die Tresore aus Zeiten, als die Commerzbank dort noch ihre Filiale hatte.

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