Lüner soll Frau nach Park-Streit in Selm bespuckt und geschlagen haben

Geldstrafe

Während eines Streits soll ein Lüner eine Selmerin geschlagen und bespuckt haben. Nun sollte er vor Gericht. Zwar sagte er kurzfristig ab, doch bestraft wurde er trotzdem.

von Sylvia Mönnig

Lünen, Selm

, 21.08.2020, 12:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Mann wird verurteilt, weil er eine Frau bespuckt und geschlagen haben soll.

Ein Mann wird verurteilt, weil er eine Frau bespuckt und geschlagen haben soll. © picture alliance/dpa

Das leidige Thema Parken sorgte am späten Abend des 7. August vergangenen Jahres augenscheinlich für die Auseinandersetzung vor einem Wohnhaus an der Elbinger Straße in Selm, wobei ein Übergriff stattgefunden haben soll.

In der Situation, so zumindest der Vorwurf gegen den 34-jährigen Lüner, schlug und spuckte er seinem Opfer abwechselnd jeweils zwei Mal ins Gesicht. Vom Ekel ganz abgesehen, verspürte die Frau danach Schmerzen durch die Schläge. Körperverletzung und tätliche Beleidigung wurden dem Lüner dann von der Frau vorgeworfen.

Kurzfristige Absage des Angeklagten

Jetzt hätte der Vorfall ein juristisches Nachspiel im Amtsgericht haben sollen. Doch der Mann, der strafrechtlich bereits einmal auf anderem Gebiet in Erscheinung trat, meldete sich kurz vor dem Prozess und erklärte, erkrankt zu sein. Das entsprechende Attest werde er dazu nachreichen.

Verteilung in Abwesenheit

Die beiden Zeugen, unter ihnen das mutmaßliche Opfer, wurden nicht mehr angehört und letztlich entlassen. Doch einen weiteren Termin wird es unter Umständen nicht geben. Der Richter erließ einen Strafbefehl und verurteilte den Lüner in Abwesenheit zu einer Geldstrafe von 3500 Euro. Sollte er zu seiner Verurteilung keinen Einspruch einlegen, wird der Fall ad acta gelegt.

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