Einen Zeugen-Marathon plant das Gericht im Prozess um Schwarzlohn. © Foto: dpa
Landgericht Bochum

Lüner soll in Millionen-Betrug verstrickt sein: Gericht lädt viele Zeugen

Der Schwarzlohn-Prozess gegen einen Bauarbeiter (50) aus Lünen befindet sich aktuell in einer „Sommerpause“. Wenn es Ende Juli weitergeht, planen die Richter ein großes Zeugenprogramm.

Im „Schwarzlohn-Prozess“ gegen einen Bauarbeiter (50) aus Lünen wollen die Richter der 6. Wirtschaftsstrafkammer am Bochumer Landgericht am 28. Juli einen Zeugen nach dem anderen vernehmen. Wie es heißt, stehen mehr als zehn Personen auf der Zeugenliste. Hintergrund ist die Aufklärung der Rollen verschiedener Firmen, die mit der Firma des mitangeklagten Bauunternehmers in Kontakt gestanden haben soll.

Im Prozess hatten sich zuletzt zahlreiche Zeugen aus der Baubranche auf angebliche Erinnerungslücken mit Blick auf ihre beruflichen Tätigkeiten berufen und dadurch nicht nur einmal den sichtbaren Zorn der Richter auf sich gezogen. Es wurde spekuliert, dass die so plötzlich und umfassend „ahnungslosen“ Zeugen möglicherweise zuvor einen Hinweis aus dem Kreis der Verdächtigen bekommen haben könnten, dass sie sich vor Gericht am besten an nichts mehr erinnern sollen. In diesem Zusammenhang wurde seitens der Richter sogar bereits in Aussicht gestellt, dass den Angeklagten – sollten sich Hinweise auf eine etwaige Zeugenbeeinflussung verfestigen – unter Umständen sogar eine sofortige Festnahme (U-Haft) wegen Verdunkelungsgefahr drohe.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Lüner mit seinem Ex-Firmenchef von 2014 bis 2017 durch ein Schwarzlohn-System in einem Wittener Bauunternehmen einen Millionenschaden angerichtet hat.

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