Vor dem Amtsgericht musste sich ein 53-jähriger Lüner verantworten. Er war mit seinem Leben überfordert. © Goldstein (A)
Amtsgericht

Lüner verlor den Job und den Halt: Leasingauto nicht zurückgegeben

Er verlor seine berufliche Existenz und damit auch den Halt. Das Leben überforderte den 53-jährigen Lüner. Er kam Pflichten nicht nach – wie der Herausgabe eines Leasingautos. Das hatte Folgen.

Mit dem Verlust der Arbeitsstelle ging es bergab. Ein 53-jähriger Lüner kam mit dem Leben nicht mehr klar.

Früher, so gab der Mann offen zu, habe er mit einem Kopfschütteln reagiert und kein Verständnis gehabt, wenn Menschen aus seinem Umfeld überfordert waren und Wichtiges versäumten. Dann geschah es ihm selbst. Sein Leben lag als großer Scherbenhaufen vor ihm. In dieser Phase hätte er einen geleasten Fiat mit einem Restwert von knapp 9000 Euro zurückgeben müssen – spätestens bis zum Mitte August 2019. Er tat nichts, ließ den Wagen einfach auf dem Stellplatz in einer Garage stehen und störte sich auch nicht an Mahnungen. Er war schlicht und ergreifend unerreichbar. Der Starre folgte letztlich eine Anzeige.

Vorwurf der veruntreuenden Unterschlagung

Wegen veruntreuender Unterschlagung musste sich der 53-Jährige nun vor dem Amtsgericht verantworten. Er räumte den Vorwurf ein, beschönigte nichts und schilderte vielmehr, wie es zum Absturz kam und dass das Auto nach wie vor unberührt in der Garage stehe. „Ich habe mich nicht darum gekümmert“, gab er zu. Das strafbare Versäumnis bescherte ihm 500 Euro Geldstrafe. Auch wurde die Einziehung des Fahrzeugs angeordnet.

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