Lünerin schneidert jetzt Schutzmasken statt Brautkleider

Coronakrise

Es ist gerade mal vier Wochen her, dass Aynur Hayirli ihr Geschäft eröffnete. Voller Vorfreude, auf das, was kommt. Was kam, war Corona und damit war der Laden zu. Doch Hayirli will was tun.

Horstmar

, 02.04.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Aynur Hayirli hat nun Zeit und will mit selbst genähten Masken helfen.

Aynur Hayirli hat nun Zeit und will mit selbst genähten Masken helfen. © Aynur Hayirli

Es war Anfang März, als Aynur Hayirli sich freudestrahlend in ihrem neuen Brautmodengeschäft zeigte. Sie hatte sich dort an der Niederadener Straße viel vorgenommen. Das hat sie auch jetzt, doch etwas ganz anderes als vor vier Wochen.

Mit der Coronakrise kam die Schließung des Ladens. Und Aynur Hayirli hat nun Zeit und noch ein ganz besonderes Bedürfnis zu helfen. Sie sagt: „Ich möchte meiner Stadt etwas zurückgeben“. Hayirli ist Kurdin und kam vor 30 Jahren aus der Türkei nach Deutschland. Sie habe sich, so sagt sie, hier aufgenommen und akzeptiert gefühlt.

Also legte sie am Montag (30.3.) in ihrem professionellen Näh-Atelier los, und stellte Atemschutzmasken her. Einiges an Material habe sie da, betont die 50-Jährige. Alles Stoffe, die man bei 60 bis 95 Grad waschen könne.

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Von anderen Hilfsaktionen dieser Art hat Aynur Hayirli, die das Schneidern schon in ihrer Kindheit gelernt hat, zwar gehört, sie möchte aber gerne selbstständig arbeiten. Unterstützung bekommt sie dabei von ihrer 20-jährigen Tochter. Wer noch geeignete Stoffe zur Verfügung stellen kann, der kann sich bei Aynur Hayirli unter Tel. 0179/4232179 melden. Abnehmer habe sie bereits gefunden: das Marienkrankenhaus und den Ambulanten Kinderhospizdienst.

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