Lünerin trainiert für Halbmarathon: Spenden sollen armen Kindern helfen

Spendenaktion

Sabine Raphold trainiert für einen Charity-Halbmarathon auf den Philippinen. Die 56-Jährige möchte damit Spenden für arme Kinder sammeln. Ihre Freundin hat es vorgemacht.

Lünen

, 01.07.2020, 10:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sabine Raphold trainiert für einen Charity-Halbmarathon. Sie will damit Spenden sammeln und armen Kindern helfen.

Sabine Raphold trainiert für einen Charity-Halbmarathon. Sie will damit Spenden sammeln und armen Kindern helfen. © Raphold

Laufen für den guten Zweck: Die Lünerin Sabine Raphold will im Mai nächsten Jahres einen Halbmarathon auf den Philippinen laufen und damit die christliche Hilfsorganisation Compassion unterstützen. Die Organisation bietet armen Kindern in 25 Ländern die Möglichkeit zur Schule zu gehen und tägliche Mahlzeiten zu bekommen.

Auf die Idee, bei einem Charity-Lauf mitzumachen, kam Raphold durch ihre Freundin Debora Eisert. Sie ist im vergangenen Jahr für den guten Zweck in Kenia gelaufen. „Ich war berührt, mit wie viel Freude und Überzeugung meine Freundin alles dafür gegeben hat, den Kindern in Armut zu helfen“, sagt sie. Obwohl Sport vorher kein Teil ihres Alltags gewesen sei, schaffte sie die 21 Kilometer in Afrika. Das will die 56-Jährige nun auch.

Der Beruf hat ihr die Augen geöffnet

Sabine Raphold ist es wichtig, Kinder aus Armutsländern zu unterstützen. Ihre tägliche Arbeit als Leiterin der Kita St. Norbert zeige ihr, wie glücklich die Kinder in Deutschland seien. Das stehe auch den armen Kindern zu. Sie entschied sich für den Charity-Marathon auf den Philippinen. Bereits vor zwei Jahren hat die Lünerin eine Patenschaft für ein siebenjähriges Mädchen auf der Insel übernommen. Ein monatlicher Beitrag von 30 Euro ermöglicht, dass ihr Patenkind Diane zur Schule gehen kann und gesundheitlich versorgt wird. Bislang kennt sie Diane nur vom Foto. Das soll sich jedoch ändern: Der Marathon biete ihr die Möglichkeit, das Mädchen persönlich kennenzulernen. Kosten für den Flug und die Unterkunft zahlt sie selbst. Die Spendengelder sollen allein für die armen Kinder genutzt werden.

21 Kilometer sind keine Hürde

Die Vorbereitungen für den Marathon laufen auf Hochtouren. Seit der Anmeldung am 12. März trainiere Raphold mindestens drei Mal in der Woche. Zehn Kilometer schaffe sie bereits problemlos – fehlt nur noch das Doppelte. „Ich mache mir überhaupt keine Sorgen, den Marathon nicht zu schaffen“, sagt sie. Denn durch die Motivation, den Kindern helfen zu können, würde sie die 21-Kilometer sicher überwinden. Auch wenn sie bis auf Walking bisher nicht sportlich aktiv war.

Erste Spender schon gefunden

Die größte Herausforderung für sie sei nicht der Marathon, sondern das Spendenziel von 10.000 Euro zu erreichen, das durch eine Geldspende oder Patenschaft gedeckt werden kann. Erst dann dürfe sie an dem Lauf teilnehmen. Die Spenden gelten erst dann, wenn sie den Lauf geschafft hat. Gespendet werden kann über Muskathlon, dem Veranstalter der Spendenläufe weltweit.

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