Lünerin wird an ihrem 95. Geburtstag erste Bewohnerin des neuen Caritas-Seniorenzentrums

hzSeniorenzentrum an der Lippe

Das war ein ganz besonderer Geburtstag für Herta Nickel. An dem Tag, als sie 95 wurde, zog sie als erste Bewohnerin in das neue „Seniorenzentrum an der Lippe“ des Caritasverbandes ein.

Lünen

, 04.02.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein bisschen muss sich Herta Nickel noch an ihr neues Zuhause gewöhnen. Dass ihr 95. Geburtstag so aufregend werden würde, hätte die alte Dame nicht gedacht. Zehn Jahre lang lebte sie im Service-Wohnen an der Cappenberger Straße, fühlte sich dort auch wohl. Doch mit dem Alter kamen die körperlichen Probleme und so lautete ihr Wunsch „ich möchte in ein Seniorenheim.“

Im Wohnbereich „Uferkastell“

Diesen Wunsch konnte ihr nun Marita Pechr vom Heimeinzugsmanagement der Caritas erfüllen. Herta Nickel ist die erste Bewohnerin des neuen Seniorenzentrums an der Lippe. Am Montag zog sie in ihr Zimmer ein. Das liegt im Erdgeschoss und gehört zum Wohnbereich mit dem Namen „Uferkastell“.

Lünerin wird an ihrem 95. Geburtstag erste Bewohnerin des neuen Caritas-Seniorenzentrums

So sieht das neue Caritas-Seniorenzentrum an der Lippe von der Rückseite aus. © Beate Rottgardt

Caritas-Vorstand Hans-Peter Benstein und Einrichtungsleiter Benjamin Lisci begrüßten die Lünerin zusammen mit Marita Pechr in ihrem neuen Zuhause. Benstein hatte Blumen dabei - zum Geburtstag und zum Einzug.

„Ich glaube, Sie haben ein schönes Haus hier gebaut“, gab es für Benstein gleich ein Lob der Seniorin.

Eineinhalb Jahre Bauzeit liegen hinter den Verantwortlichen. Das neue Seniorenzentrum an der Lippe verfügt über 80 Einzelzimmer.

Am Montag (3.2.) zogen nach Herta Nickel noch zwei weitere Bewohner ein. „Bis Freitag werden 13 Zimmer im Erdgeschoss belegt sein“, so Lisci. Hier finden sich die beiden Wohnbereiche „Uferkastell“ und „Schwansbell“. „Das Mitarbeiter-Team für die beiden Wohnbereiche ist komplett“, so Lisci. Die 27 Plätze im Erdgeschoss seien schnell weg gewesen.

Lippelandschaft und Kunstwerk als Namensgeber

Am 1. März sollen die ersten Bewohner für die erste Etage folgen. Hier heißen die beiden Wohnbereiche „Auenwald“ und „Flusswächter“. Der „Auenwald“ ist nicht etwa nach dem „Herrn der Ringe“ benannt, sondern nach einer Lippelandschaft.

Der „Flusswächter“ ist ein Lichtkunstwerk in der Nähe des Seniorenzentrums.

Auch für diese Wohnbereiche sei das Personal komplett, so Lisci.

Lünerin wird an ihrem 95. Geburtstag erste Bewohnerin des neuen Caritas-Seniorenzentrums

Blick auf einen Teil des neuen Seniorenzentrums an der Lippe. © Beate Rottgardt

Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen - vor allem Pflege und Sozialdienst aber auch Hauswirtschaft - werden noch für den Pflegebereich im 2. Obergeschoss gesucht. Hier sind die Wohnbereiche nach der „Zeche Victoria“ und dem „Preußenhafen“ benannt. Namen, zu denen künftige Bewohner eine Verbindung haben.

Noch freie Plätze im Seniorenzentrum

Benjamin Lisci und Marita Pechr führen derzeit viele Telefonate mit Interessenten und Angehörigen, die sich für Plätze im Seniorenzentrum interessieren. „Es gibt aber noch freie Plätze“, sagt Lisci.

Möglich ist es auch für Angehörige, pflegebedürftige Eltern oder Partner für Kurzzeitpflege anzumelden. Marita Pechr: „Es ist eine planbare Kurzzeitpflege. Wer also einen Platz für seinen Angehörigen braucht, weil er in Urlaub fährt, kann sich bei uns melden.“

Lünerin wird an ihrem 95. Geburtstag erste Bewohnerin des neuen Caritas-Seniorenzentrums

In Herta Nickels neuem Zimmer im Seniorenzentrum an der Lippe mit Caritas-Chef Hans-Peter Benstein (v.l.), Marita Pechr (sozialer Dienst) und Einrichtungsleiter Benjamin Lisci. © Beate Rottgardt

Im Haus gibt es auch elf Service-Wohnungen. Benstein: „Die sind bereits alle vermietet. Es gibt aber eine Warteliste, in die man sich eintragen lassen kann.“

Herta Nickel wird sich langsam an ihr neues Zuhause gewöhnen. „Ich merke aber schon, die Atmosphäre ist ganz gut und wenn ich hier gut betreut werde, ist das schön.“ Sie sei eine echte „Kaffeetante“ und der erste Kaffee im neuen Zuhause habe schon mal geschmeckt.

Kontakt mit bisherigen Nachbarn will sie halten

Ein bisschen bedauert sie zwar schon, ihre „Traumwohnung“ an der Cappenberger Straße aufgegeben zu haben. Aber den Kontakt mit den bisherigen Nachbarn will sie halten.

„Einige haben sich auch schon zum Geburtstag angesagt“, so Marita Pechr. Sie hatte Herta Nickel bereits in der Service-Wohnanlage im Sozialen Dienst begleitet und versprach der alten Dame, sich auch weiter um sie zu kümmern.

Wer sich für ein Zimmer oder einen Platz in der Kurzzeitpflege interessiert, kann sich an das Seniorenzentrum an der Lippe, Tel. (02306) 76 51 50, wenden. Die Telefonnummer gilt auch für Interessenten an Arbeitsplätzen in Pflege und Sozialdienst.
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