Luxusproblem der SPD Lünen: Wer soll alles in den Kreistag?

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Wer kandidiert für den Kreistag? Andernorts suchen Parteien händeringend Bewerber. Die Lüner SPD hat einen zu viel. Eine Vorentscheidung für die Wahl am Dienstag (26. 6.) gibt es schon.

Lünen

, 26.05.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ferhat Aydin (36) setzt sich ein für eine Verjüngung seiner Partei, der SPD. Als er 2019 den Vorsitz des Ortsvereins Lünen Nord übernahm, wurde er der jüngste Ortsvereinsvorsitzende in der ganzen Stadt. Er möchte aber auch über die Stadtgrenzen hinaus politisch wirken - im Kreistag. Ob er dafür auf die Kandidatenliste kommen wird, entscheidet am Dienstagabend (26. Mai) der SPD-Stadtverbandsvorstand.

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„Alle Kandidaten werden sich vorstellen“, sagt Norbert Janßen, der SPD-Stadtverbandsvorsitzende im Vorfeld der Versammlung im Naturfreundehaus Schwansbell: sechs erfahrene Kreistagsmitglieder und einer, der es erst noch werden möchte: Ferhat Aydin.

Norbert Janßen leitet am 26. Mai die Versammlung und sorgt dafür, dass die Corona-Bestimmungen eingehalten werden.

Norbert Janßen leitet am 26. Mai die Versammlung und sorgt dafür, dass die Corona-Bestimmungen eingehalten werden. © Peter Fiedler

Für die sieben Bewerber gibt es sechs Plätze auf der Kandidatenliste. Einer wird das Nachsehen haben. Janßen will der Entscheidung nicht vorgreifen, geht aber davon aus, dass es sich um einen Mann handeln wird.

„Wir wollen bei uns auf die Quote achten.“ Da sei es für ihn selbstverständlich, dass die drei Frauen wieder gewählt würden: Brigitte Cziehso, Renate Schmeltzer-Urban und Simone Symma. Ob es ebenso selbstverständlich ist, dass junge Mitglieder ihren Weg machen können und auch solche mit Migrationshintergrund wie Aydin? Die Mitglieder des Gremiums entscheiden. Die bisherigen Kreistagsmitglieder Gerd Oldenburg, Jürgen Kerl und Jens Hebebrand peilen eine weitere Legislaturperiode an.

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