Mädchen überfallen 15-Jährige in Brambauer: U-Bahn-Fahrer verhindert Schlimmeres

hzÜberfall in Brambauer

Eine Gruppe Mädchen hat am Montag (18.11.) eine 15-Jährige und ihren Freund überfallen. Das Opfer ließ sich durch massive Drohungen nicht einschüchtern und erhielt Lob von der Polizei.

Brambauer

, 19.11.2019, 12:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie die Polizei mitteilt, kam es am Montag gegen 14 Uhr an der Haltestelle „Brambauer Krankenhaus“ zum Streit zwischen der 15-jährigen Schülerin und einer Gruppe von sechs jugendlichen Mädchen. „Eine von ihnen schlug der 15-Jährigen ins Gesicht. Die Gruppe bedrohte das Mädchen und ihren Freund massiv“, heißt es im Polizeibericht.

Die 15-Jährige und ihr Freund liefen zunächst ins nahegelegene Krankenhaus, um sich in Sicherheit zu bringen. Etwas später stiegen sie in die Straßenbahn ein und fuhren bis zur Haltestelle „Verkehrshof“. „Dort umstellte die Mädchengruppe die 15-Jährige“, so die Polizei. Erneut habe die Angreiferin auf die 15-Jährige eingeschlagen. „Nach ersten Ermittlungen wurde die durch die Schläge verletzte 15-Jährige gezwungen, ihre Kopfhörer abzugeben.“

„Opfer hat absolut richtig gehandelt“

Der Fahrer der U-Bahn-Linie U41 erkannte die Situation und ging auf die Gruppe zu, woraufhin die Täterinnen flüchteten. Zuvor hatten sie ihrem Opfer erneut massiv gedroht, niemanden etwas über die Tat zu sagen.

„Doch davon hat sich die Schülerin nicht einschüchtern lassen“, erklärte Polizeisprecher Peter Bandermann auf Anfrage. „Sie hat absolut richtig gehandelt und ist mit ihrer Mutter zur Polizei gegangen. Ein großes Lob für dieses Verhalten.“

Tatsächlich konnte eine Tatverdächtige dank der Aussagen des Opfers bereits ermittelt werden. Zu zwei weiteren Verdächtigen gibt es Beschreibungen.

Täterin 1: circa 15 Jahre alt, schlank, 1,75 Meter groß, lange schwarze Haare zum Pferdeschwanz gebunden.

Täterin 2: (forderte die Kopfhörer): circa 15 Jahre alt, 1,50 bis 1,55 Meter groß, kräftigere Figur, braune Haare unter einer Kapuze, olivgrünes Sweatshirt.

Verhalten der Mädchen unterschiedlich zu bewerten

Zu den weiteren verdächtigen Mädchen liegen keine Beschreibungen vor. „Wenn man von sechs Leuten umstellt ist und bedroht wird, ist man in einer Stresssituation. Da kann man sich nicht jede Person merken“, erläuterte Bandermann.

Zunächst müsse aber auch geklärt werden, wie das Verhalten der einzelnen Mädchen zu bewerten ist: „Wenn jemand aus der Gruppe zuschlägt oder das Wort führt, also das Opfer bedroht, dann ist das anders zu werten als wenn jemand ,nur‘ daneben steht und das Ganze duldet.“

Es sei außerdem möglich, dass die drei anderen Verdächtigen der Polizei bereits bekannt sind und deshalb nicht mehr gesucht werden müssten - „das ist aber derzeit nur eine Vermutung“.

Polizei bittet weiter um Hinweise

Wer den Überfall an der U-Bahn-Haltestelle beobachtet hat oder weitere Angaben zu der Gruppe machen kann, wird gebeten, sich bei der zuständigen Polizei in Dortmund zu melden: (0231) 1 32 74 41.

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