Mann ohne Führerschein fuhr Leihwagen kaputt: Richter macht kurzen Prozess

hzGefälschter Führerschein

Der Mann hatte noch versucht, die Polizei mit einem gefälschten Führerschein zu täuschen: Nach einem Unfall mit einem Luxusauto stand ein 33-Jähriger nun in Lünen vor Gericht - nicht zum ersten Mal.

von Sylvia Mönnig

Lünen, Werne

, 13.10.2020, 14:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit einer Luxuskarosse verursachte ein Werner im vergangenen Jahr einen Unfall in Lünen und bei der Gelegenheit kam ans Licht, dass er offenbar keinen Führerschein besaß. Vor Gericht fehlte nun jede Spur von dem 33-Jährigen. Eine Strafe gab es trotzdem.

Bei dem Audi R8 Spider, der bei dem Unfall am Abend des 3. April 2019 auf der Brambauer Straße ordentlich ramponiert wurde, handelte es sich um einen Leihwagen. Am Steuer, so der Vorwurf gegen den Mann aus Werne, hätte der gar nicht sitzen dürfen. Laut Anklage fuhr er, obwohl er gerade erst wegen einschlägigen Taten eine Sperrfrist kassiert hatte. Zwar versuchte er offenbar noch, die Polizeibeamten an der Unfallstelle mit einem gefälschten Führerschein in die Irre zu leiten. Doch das schlug fehl.

Strafbefehl auch wegen einschlägiger Vergangenheit

Fahren ohne Fahrerlaubnis hätte dem 33-Jährigen nun in einem Prozess vor dem Amtsgericht zur Last gelegt werden sollen. Allerdings erschien lediglich sein Verteidiger zum Termin. Der angeklagte Werner ließ sich nicht blicken – und das trotz ordnungsgemäßer Ladung.

Die Strafrichterin reagierte prompt: Der Mann mit einschlägiger Vergangenheit wurde in Abwesenheit per Strafbefehl zu fünf Monaten Haft auf Bewährung, 600 Euro Geldbuße zugunsten der Staatskasse und weiteren zwölf Monaten Sperrfrist zur Erteilung der Fahrerlaubnis verurteilt.

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