Mehr ältere Mitglieder, wenig Nachwuchs: Kein Pfarrfest mehr in St. Marien

hzKirchengemeinde in Lünen

Der demografische Wandel und der Nachwuchsmangel machen sich bemerkbar: Der Kirchort St. Marien kann ein großes Pfarrfest nicht mehr stemmen. Es soll aber trotzdem gefeiert werden.

Lünen

, 13.08.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das jährliche Pfarrfest auf dem Kirchplatz St. Marien hat Tradition und bei vielen einen festen Platz im Terminkalender. Doch die katholische Gemeinde im Herzen der Stadt geht neue Wege. „Es ist spürbar, dass die Gemeinde älter wird und der Nachwuchs ausbleibt“, erklärt Pastoralreferentin Christina Eikens auf Anfrage der Redaktion.

Deshalb müsse jeder Kirchort schauen, wie er sich künftig aufstellt und wo er Akzente setzen will, um auch andere Gemeindemitglieder anzusprechen. Bekanntlich kämpfen die Kirchen mit sinkenden Mitgliederzahlen. Auch der Gemeindeausschuss am Kirchort St. Marien sei nicht groß.

Neue Ideen müssen gut umsetzbar sein

Während einer Klausurtagung hat er sich mit der Zukunft befasst. „Es soll miteinander gebetet und gefeiert werden, beides ist wichtig“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Deshalb werde es künftig einen „Gemeindegarten“ geben, ähnlich wie ein Pfarrfest, nur nicht so groß. „Wir müssen neue Ideen entwickeln, die gut umsetzbar sind und neue Akzente setzen“, so der Gemeindeausschuss in dem Schreiben.

Chor NotaBene aus Essen zu Gast

Zu den neuen Akzenten zählt der Gemeindegarten am Sonntag, 8. September. Eingeladen ist jeder, der kommen möchte. Das kleine Pfarrfest beginnt mit der Eucharistiefeier um 11.15 Uhr in der St.-Marien-Kirche.

Inhaltlich wird der Gottesdienst vom Gemeindeausschuss St. Marien gestaltet, die musikalische Note bringt der Chor NotaBene aus Essen mit ein.

Daran schließt sich das gemütliche Beisammensein auf dem Kirchplatz St. Marien an. Bei schlechtem Wetter steht das Pfarrheim zur Verfügung.

Die Küche zuhause kann kalt bleiben. Für Verpflegung ist gesorgt. Den Kindern stehen Spielmöglichkeiten zur Verfügung.

Helfer gesucht

Doch auch für das Fest in kleinerer Form braucht die Gemeinde tatkräftige Unterstützung. „Es wäre schön, wenn sich Helfer zum Auf- und Abbau finden würden“, so der Gemeindeausschuss.

Nähere Informationen dazu gibt es bei Küsterin Regina Kutsch oder Pfarrsekretärin Christiane Krämer unter Tel. (02306) 910 69-0.

Lichterfeier in 2020

Neben dem Gemeindegarten wird es in St. Marien auch neue geistliche Angebote geben. Der Gemeindeausschuss plant sie immer an oder um die Marienfeste. Der Grund liegt auf der Hand: Der Kirchort heißt schließlich St. Marien.

So soll es im kommenden Jahr am Fest „Darstellung des Herrn - Mariä Lichtmess“ am Sonntag, 2. Februar 2020, ein marianisches Lichtergebet in der dunklen Kirche geben.

Diese stimmungsvolle Veranstaltung können sich Interessierte schon vormerken.

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