"Mister 1000 Volt" der CDU

IM NORDEN Alfred Meermann ist ein „Mister 1000 Volt“, auch im hohen Alter. Ein energiegeladener, begeisterter und auch energischer Politiker. Am Montag wird Lünens ältester Ratsherr und politisches Urgestein der CDU 80 Jahre alt.

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 03.01.2008, 07:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
"Mister 1000 Volt" der CDU

Mischt sich gerne ein und mischt gerne mit: Alfred Meermann (CDU), ältester Ratsherr Lünens und ehemaliger Bürgermeister von Altlünen. Am Montag feiert er seinen 80. Geburtstag.

Mitmischen und einmischen, das ist sein Ding – Geburtstag feiern weniger. „Hoffentlich bleibt es Montag dunkel“, scherzt Meermann. Dem Rummel um seine Person möchte er am liebsten aus dem Wege gehen. Dabei mag er es eigentlich rummelig und schätzt den Kontakt zu Menschen. Das ist seine Stärke. Wie das Kämpferische, das den Vollblutpolitiker ausmacht. So lang wie er, hat es in diesem schwierigen Metier kaum einer ausgehalten. Seit 1979 gehört Meermann dem Lüner Rat an.

Weg ist gepflastert mit Erfolg

Er leitete dreimal als Alterspräsident dessen konstituierende Sitzung, verpflichtete Christina Dörr-Schmidt als Bürgermeisterin und zweimal Hans Wilhelm Stodollick als Nachfolger im Amt. Sein politischer Weg ist gepflastert mit Erfolg: Der begann im Gemeinderat Altlünen. Meermann war bekannt dafür, mit roten Socken und Rad zu den Sitzungen zu kommen. Er wurde Altlünens Bürgermeister, war 16 Jahre Parteivorsitzender der CDU und stellvertretender Bürgermeister der Stadt Lünen. Doch er erlebte auch manche Turbulenzen: 1975 die Eingemeindung Altlünens zu Lünen aufgrund der kommunale Neuordnung oder 1989, als sich die CDU für Hans Krämer als stellvertretenden Bürgermeister entschied und nicht mehr für ihn.

Ziel: Lünen nach vorne bringen

Dem Moment der Enttäuschung setzte Meermann sein Credo entgegen: Nicht zurückschauen, weitermachen, nicht das Ziel aus den Augen verlieren. Und das ist für ihn, Lünen nach vorne bringen, die Zukunft mitgestalten. Dazu gehören für den Sozialpolitiker ein funktionierendes Gemeinwesen mit Vereinen und Ehrenamtlichen, aber auch neue Gewerbeflächen, damit die Menschen Arbeit haben. Meermann hat als überzeugter Windradfan für den Bau des Trianel-Kraftwerks gestimmt.

„Tante Martha“ kommt

Als Mitglied der Lippefreunde glaubt er fest daran, dass das Ausflugssschiff „Tante Martha“ starten wird. „Die Bürger hätten es verdient.“ Diplomatie ist seine Sache nicht. Meermann ist immer gerade heraus, in jungen Jahren galt er sogar als Polit-Rabauke. Eines hat er sich stets bewahrt: Seinen Blick für die Menschen. Für die Zukunft wünscht er sich, mit seiner Frau Marie-Lis Coenen noch lange gesund und aktiv bleiben zu können und „jeden Tag Unruhe. Dann weiß man, dass man mittendrin ist.“ Ob er zur nächsten Kommunalwahl wieder antritt? „Dazu sage ich nichts“, ist die Antwort, begleitet von einem verschmitzten Lächeln

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