Mitarbeiter und Lüner Verwaltungsspitze sprechen hinter verschlossenen Türen über Probleme

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500 Verwaltungsmitarbeiter nahmen am Mittwoch (20.) an der jährlichen Personalversammlung im Hansesaal teil. Es gab jede Menge zu besprechen. Nur wenig ist für die Öffentlichkeit bestimmt.

Lünen

, 23.11.2019, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Arbeitsbelastung in der Verwaltung ist nach Angaben des Personalrates nach wie vor hoch. Neben den normalen Aufgaben hätten die rund 1000 Mitarbeiter im Rahmen der laufenden Neustrukturierung große Herausforderungen zu bewältigen - Stichwort Digitalisierung. Das erklärte Personalratschefin Annette Wittemeier am Donnerstag (21.11.) im Gespräch mit unserer Redaktion.

Tags zuvor, am Mittwoch (20.11.), hatte die alljährliche Personalversammlung im Hansesaal stattgefunden. An der vierstündigen Versammlung am Vormittag nahmen nach Angaben des Personalrates etwa 500 Mitarbeiter teil: „Stimmung und Beteiligung waren sehr gut.“

Geschäftsbericht ist Verschlusssache

Was nicht heißen soll, dass es von Seiten der Mitarbeitervertretung nichts zu bemängeln gibt. Allerdings dringt davon kaum etwas nach außen. Was den Mitarbeitern tatsächlich auf den Nägeln brennt, steht im Geschäftsbericht 2019 des Personalrates.

Der Bericht ist Verschlusssache und wurde deshalb hinter geschlossenen Türen am Mittwoch diskutiert. Und zwar mit Lünens Erstem Beigeordneten und Kämmerer Uwe Quitter sowie mit Fachdezernet Michael Kuzniarek (Personaldienste). Dabei ging es unter anderem um die Themen Neustrukturierung, Personalentwicklung, Zeitverträge und mobile Arbeit.

Quitter habe den Mitarbeitern erklärt, sagte Personalrat Stefan Radau, dass angesichts der angespannten Haushaltslage auch künftig nur in Grenzen Personal eingestellt werden könne. Unabhängig davon, dass es außerordentlich schwierig ist, wie es im Personalrat heißt, qualifiziertes Personal zu finden und zu halten.

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns, der aus „terminlichen Gründen“, wie er in seinem Grußwort sagte, nicht lange bleiben konnte, zollte den Mitarbeitern Anerkennung für die geleistete Arbeit.

Er sei sich darüber bewusst, dass es für die Mitarbeiter „im abgelaufenen Jahr nicht immer einfach war, die vielfältigen Aufgaben so zu erfüllen, wie es die Bürgerinnen und Bürger von uns allen erwarten“.

Dafür gebe es vielfältige Gründe, sagte Kleine-Frauns laut Redemanuskript weiter: „Nicht zuletzt liegt es sicherlich auch daran, dass die Haushaltslage in unserer Stadt Beschränkungen notwendig macht, die nicht gerade als Arbeitserleichterung zu betrachten sind.“

„Entscheidungen überzeugend begründen“

Trotzdem müssten Entscheidungen gegenüber Bürgern überzeugend begründet werden, sagte Kleine-Frauns weiter: „Dazu sind wir heute mehr denn je verpflichtet. Denn die Bürger wollen wissen, weshalb eine Entscheidung getroffen wurde und welche Gründe dafür maßgebend waren. Nur wenn wir unsere Vorgehensweise im Einzelfall nachvollziehbar machen, werden wir in der Öffentlichkeit auf die Akzeptanz stoßen, auf die wir für unsere Arbeit angewiesen sind.“

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