Moltkestraße: Sicherheit steht auf dem Prüfstand

Nach Unfällen auf Zebrastreifen

Eine Seniorin tödlich verletzt und eine Schülerin im Krankenhaus - Polizei und Stadtverwaltung haben sich nach den Unfällen an der Moltkestraße den dortigen Zebrastreifen und die Verkehrssituation angesehen. Sie sehen mehrere Möglichkeiten, wie sich die Sicherheit dort verbessern ließe.

LÜNEN

, 18.12.2013, 12:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf diesem Zebrastreifen ereignete sich Ende Oktober der Unfall, bei dem eine 86-jährige Frau tödliche Verletzungen erlitt. Nun wurde wenige Meter weiter auf einem anderen Fußgängerüberweg eine 14-Jährige angefahren.

Auf diesem Zebrastreifen ereignete sich Ende Oktober der Unfall, bei dem eine 86-jährige Frau tödliche Verletzungen erlitt. Nun wurde wenige Meter weiter auf einem anderen Fußgängerüberweg eine 14-Jährige angefahren.

„Es sind verschiedene Varianten diskutiert worden. Wir als Verwaltung werden das in einer Vorlage für den Ausschuss für Sicherheit und Ordnung aufbereiten, damit die Politik entscheiden kann“, so Stadtsprecherin Simone Kötter über den Ortstermin von Polizei und Verwaltung an der Unfallstelle. Die nächste Sitzung findet am 12. Februar statt.

„Die Palette der Optionen reicht von Beschilderung bis Beleuchtung“ sagte Polizeisprecher Wolfgang Wieland. Zwei schwere Unfälle hatte es in den vergangenen Wochen gegeben. Eine 86-jährige Frau war am frühen Abend des 30. Oktober auf dem Fußgängerüberweg Hülshof von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. Dieser Unfall hatte eine öffentliche Diskussion in Sachen Verkehrssicherheit ausgelöst. Am vergangenen Freitag geschah der zweite Unfall, diesmal morgens auf dem Überweg in Höhe „An der Lune“: Der Fahrer eines Peugeot erfasste eine 14-Jährige und verletzte sie schwer. Ein Leser berichtet, der Zebrastreifen habe kaum noch Farbe und dort sei es sehr dunkel. Zudem werde kurz vorher die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben. Viele Autofahrer würden sich denken: "Nach Ende der lästigen 30er-Zone starten wir aber richtig durch." Das Fazit dieses Lesers zur Verkehrssituation auf der Moltkestraße: "Ich habe seit langem Bauchschmerzen."

Ob eine bessere Beleuchtung und/oder Beschilderung den Unfall mit der Schülerin hätte verhindern können, erscheint zweifelhaft. Der Fahrer gab an, das Mädchen nicht gesehen zu haben. Die Scheiben des Autos seien mangelhaft von Schnee und Eis befreit worden, so Polizei-Sprecher Wolfgang Wieland. 

Haben auch Sie schlechte Erfahrungen an den Zebrastreifen auf der Moltkestraße gemacht? Wo sind für Sie generell Brennpunkte im Lüner Straßenverkehr? Wo fühlen Sie sich oder Ihre Kinder gefährdet? Schreiben Sie uns und schicken Sie uns ein Foto der Gefahrenstelle - per Mail an lokalredaktion.luenen@mdhl.de.

 

Lesen Sie jetzt