Mutter in Lünen-Süd getötet: Sohn (21) spricht von „Wahngebilden“

hzPsychologische Erkrankung

Vor knapp zwei Wochen ist in Lünen-Süd eine 53-jährige Frau durch Messerstiche ums Leben gekommen. Hauptverdächtiger ist ihr Sohn, der an einer psychischen Erkrankung leiden soll.

Lünen-Süd

, 18.12.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Knapp zwei Wochen nach dem Tod einer Frau in Lünen-Süd werden die möglichen Hintergründe der Tat deutlich. Die 53-Jährige starb in den frühen Morgenstunden des 6. Dezember durch Messerstiche in den Kopf- und Halsbereich, sie verblutete.

Unterbringung in einer Forensik

Ihr Sohn stellte sich später den Behörden, er war von Lünen bis nach Neumünster (Schleswig-Holstein) geflohen und ist seitdem der Hauptverdächtige. Schon früh war klar, dass der 21-Jährige möglicherweise an einer psychischen Erkrankung leidet.

Wegen dieser Erkrankung landete der junge Mann auch nicht in Untersuchungshaft, sondern wurde vorläufig in einer forensischen Anstalt untergebracht.

Seine psychische Erkrankung hat offenbar auch den Ausschlag für den Gewaltausbruch in der Nacht zum Nikolaustag gegeben. Laut Staatsanwalt Felix Giesenregen habe der Mann in Vernehmungen ausgesagt, dass er sich von seinen Eltern bedroht gefühlt habe. „Er hat da ein Wahngebilde aufgebaut“, so Giesenregen. Der Familienvater war zu dem Zeitpunkt auf Nachtschicht.

Vater war auf Nachtschicht

Ob tatsächlich eine psychische Erkrankung vorliegt, wird in den kommenden Wochen ein Experte feststellen, der ein fachpsychologisches Gutachten schreibt. Bestätigt sich die Vermutung, droht dem Mann die dauerhafte Unterbringung in einer Forensik.

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