Polizei in Lünen

Nach Corona-Tief: Zahl der Wohnungseinbrüche in Lünen steigt wieder

Die Pandemie hat auch dazu geführt, dass weniger in Wohnungen und Häuser eingebrochen wurde. Im ersten Halbjahr 2022 nimmt die Zahl dieser Delikte in Lünen dagegen wieder zu.
Die Zahl der Wohnungseinbrüche hat in Lünen in der ersten Jahreshälfte
© picture alliance/dpa

Homeoffice, weniger reisen und ein eingeschränkter Betrieb in Kitas und Schulen: Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen zwei Jahren dafür gesorgt, dass die Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen. Das ließ auch die Zahl der Wohnungseinbrüche in Lünen sinken. Doch nun steigt die Anzahl dieser Taten wieder.

Wie die Polizei Dortmund meldet, nahm das Eindringen in fremde Wohnungen und Häuser im Zeitraum zwischen Januar und Juni dieses Jahres wieder zu. Dabei nannten die Beamten jedoch keine konkreten Daten. Die Begründung: „Die Taten sind noch nicht in Gänze ausgewertet. Daher haben wir noch keine validen Zahlen“, teilte die Polizei mit und verwies auf die Jahresstatistik. Diese wird meist im ersten Quartal des kommenden Jahres vorgestellt.

Rekordzahl an Einbrüchen im Jahr 2014

In den Jahren zuvor sank die Zahl der Delikte immer weiter: Waren es 2019 noch 104 Taten, vermeldete die Behörde im Jahr 2020 81 bzw. im Jahr 2021 68 Taten. Zum Vergleich: Den Höchststand gab es im Jahr 2014 mit 423 registrierten Einbrüchen.

Wegen des Anstiegs der Fälle möchte die Polizei für das Thema sensibilisieren: Sicherheitsbewusstes Verhalten und solide, mechanische Sicherungstechnik stehen beim Einbruchsschutz an erster Stelle. Alarmanlagen, Videotechnik und die Smart-Home-Technologie ergänzen mechanische Sicherungen, erhöhen das Entdeckungsrisiko für Einbrecher und bieten somit zusätzlichen Schutz.

Tipps der Polizei zur Prävention vor Wohnungseinbrüchen

  • Verschließen Sie immer Ihre Haus-/Wohnungstür, auch wenn Sie nur kurz weggehen.
  • Verschließen Sie ebenso Fenster, Balkon und Terrassentüren, auch wenn Sie nur kurz weggehen. Auch gekippte Fenster sind offene Fenster.
  • Halten Sie die Hauseingangstür in Mehrfamilienhäusern tagsüber geschlossen.
  • Sichern Sie Ihre Wohnungstür mit einem Kastenzusatzschloss oder Panzerquerriegel mit Sperrbügel.
  • Lassen Sie Rollläden nur nachts herunter, da sonst tagsüber ein unbewohnter Eindruck entsteht.
  • Lassen Sie Ihre Wohnung / Ihr Haus bei längerer Abwesenheit bewohnt erscheinen. Briefkästen sollten geleert und Rollläden und Beleuchtung über Zeitschaltuhren gesteuert werden.
  • Bewahren Sie besonders Wichtiges oder Wertvolles, das Sie nur selten brauchen, bei Ihrem Geldinstitut im Schließfach auf.
  • Informieren Sie Ihre Nachbarn über den Einsatz von Zeitschaltungen, beispielsweise für Rollläden und Beleuchtung.

Die Polizei Dortmund veröffentlicht zudem jede Woche das sogenannte Wohnungseinbruchsradar. Hier haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich einen Überblick über die Entwicklung der Wohnungseinbrüche in Lünen zu verschaffen. Weitere Informationen gibt es auf dortmund.polizei.nrw oder unter (0231) 132 79 50.

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