Neue Kanalbrücke Gahmener Straße: Besonderer Aufwand an der Südseite

hzWasserstraßen-Neubauamt

Das Setzen der Spundwände für die Widerlager der neuen Kanalbrücke Gahmener Straße läuft nach Plan. An der Nordseite sind die Arbeiten fertig. Gegenüber stellt sich eine Herausforderung.

Gahmen

, 18.08.2020, 14:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein großer Kran ist an der neuen Kanalbrücke Gahmener Straße im Einsatz. Er hat große Stahl-Elemente am Haken, die in den Boden gerammt werden. Die Spundwände sollen das Erdreich sichern, um die Widerlager für die neue Brücke bauen zu können. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse und der vorhandenen Höhenunterschiede können diese Arbeiten nur von der Gahmener Straße aus durchgeführt werden“, hatte Ralf Bruns, Bevöllmächtigter des Wasserstraßen-Neubamtes Datteln, zum Baustart mitgeteilt.

Seit Montag, 10. August, ist daher die Brücke für den Autoverkehr voll gesperrt. Das wird auch noch bis zum 21. August so bleiben. „Die Arbeiten laufen Stand Freitag nach Plan“, sagt Ralf Bruns. Was bedeutet, dass ab 21. August die Fahrbahn für den Autoverkehr wieder freigegeben werden kann. Momentan ist eine Umleitung entsprechend ausgeschildert.

Um Widerlager der neuen Kanalbrücke an der Gahmener Straße herstellen zu können, müssen Spundwände gesetzt werden.

© Günther Goldstein

Während an der Nordseite schon die mächtigen Spundwände die alte Rampe abstützen, haben in dieser Woche die Arbeiten an der Südseite begonnen. Eine Wasserbau-Firma aus Ahaus hat den Auftrag übernommen. Im Süden ist der Aufwand deutlich größer. Denn im letzten Teil hat die Hochspannungsleitung ihre Trasse. Die geht in luftiger Höhe genau da entlang, wo die großen Elemente der Spundwand in den Boden gesetzt werden müssen. Daher werden die Stahlteile vorher unterteilt, nacheinander verbaut und zusammengeschweißt. „Wir müssen mit unserer Gerätetechnik den Sicherheitsabstand zu den Leitungen einhalten und dürfen nicht zu hoch kommen“, erläutert Ralf Bruns.

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9,5 Millionen Euro wird die neue Kanalbrücke kosten. Sie ersetzt das alte Bauwerk, das schon seit Jahren sanierungsbedürftig ist. Autofahrer kennen es fast schon gar nicht mehr anders: Sie dürfen mit ihren PKW nur noch einspurig über die marode Brücke fahren, für LKW ist sie komplett gesperrt.

Es gibt noch einen weiteren Grund für den Neubau: Damit größere Schiffe den Datteln-Hamm-Kanal passieren können, soll er auch in dem letzten Teilstück vom Stadthafen bis Hamm auf Euronorm verbreitert werden. Das heißt, der Kanal wird von 42 auf 62 Meter ausgebaut werden. Dem muss sich die neue Brücke anpassen. Sie wird zudem auf 5,30 Meter angehoben, damit die großen Schiffe unter der Brücke hindurch fahren können. Die Brücke Bergstraße ist bereits auf die neuen Maße gebracht worden.

Die neue Brücke werde in einer Werkstatt gefertigt. Die gelieferten Einzelteile

sollen auf dem nordwestlichen Baufeld zusammengesetzt werden. Im August 2021 soll die Brücke mit Pontons in ihre endgültige Position mit verschoben werden.

Die Kanalbrücke Gahmener Straße ist bis zum 21. August voll gesperrt.

Die Kanalbrücke Gahmener Straße ist bis zum 21. August voll gesperrt. © Goldstein

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