Neue Stornowelle trifft auch Jugendherberge am Cappenberger See

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Für Jugendherbergen geht der Kampf ums Überleben weiter. Die Corona-Krise trifft auch das Lüner Haus am Cappenberger See hart. Für 2021 sah es besser aus, jetzt kommen viele Stornierungen.

Nordlünen

, 13.11.2020, 09:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Jugendherberge am Cappenberger See in Lünen ist geschlossen. Und zwar schon seit dem 17. März. Klassenfahrten und Jugendfreizeiten sind wegen der Corona-Krise in diesem Jahr nicht möglich, machen aber den Hauptteil der Einnahmen aus.

Der November kam und mit ihm der „Lockdown-Light“. Seitdem erreichen die Jugendherbergen, auch die am Cappenberger See, wieder mehr Stornierungen von Schulklassen, so Braun am 10. November. „Dabei ist das eigentlich gar nicht notwendig“, sagt sie. Denn die Stornobedingungen für Schulen und Gruppen habe der Verband so angepasst, dass corona-bedingt auch erst kurz vor der Anreise kostenlos storniert werden könne.

Zuletzt hatte es allerdings ein bisschen besser ausgesehen. Mit Blick auf die geplante Wiedereröffnung am 13. März, also fast genau ein Jahr nach Beginn der Krise, sah es eigentlich relativ gut aus mit den Vorbuchungen, hatte Maike Braun, Pressesprecherin des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) im Landesverband Westfalen-Lippe noch Mitte Oktober erklärt.

Termin für Wiedereröffnung steht weiter

An dem Termin im März halte der Verband aber bislang auch weiter fest. Was dann wirklich im März passiert, hänge „natürlich vom weiteren Verlauf der Pandemie und der damit verbundenen Erlasslage ab.“

„Wir haben durchaus Verständnis für den beschlossenen Lockdown und leisten unseren Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie“, teilt Guido Kaltenbach als Geschäftsführer des DJH Landesverbands Westfalen-Lippe mit.

Dennoch sei der durch die Corona-Pandemie entstandene wirtschaftliche Schaden für die Jugendherbergen bereits immens. „Da der November zu den belegungsschwächeren Monaten zählt, trifft uns der Lockdown aber nicht ganz so hart wie im Frühjahr“, so Kaltenbach weiter.

Kommunikation und Hygienekonzepte

Eine Entwicklung, die den Jugendherbergen an die Substanz geht – hier sei ein klares Gegensteuern u.a. der Schul- und Kultusministerien nötig. „Wir würden es etwa sehr begrüßen, wenn die zuständigen Ministerien in der Kommunikation mit den Schulen darauf hinweisen, dass Buchungen von Schulfahrten grundsätzlich möglich und Stornierungen von Klassenfahrten mit Aufenthalten im Frühjahr 2021 oder später jetzt noch nicht notwendig sind“, so Kaltenbach.

Um Schulfahrten auch in Corona-Zeiten so sicher wie möglich zu gestalten, haben die Jugendherbergen tragfähige Konzepte entwickelt. Dazu zählen umfangreiche Hygienemaßnahmen, die kontinuierliche Schulung aller Mitarbeitenden, Teamer und Trainer sowie angepasste Programme mit kontaktlosen Teamtrainings in festen Gruppen an der frischen Luft. Weitere Infos gibt es auf der Homepage des Verbandes (www.djhnw.de).

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