Sicherheit im Einsatz

Neues Assistenzsystem bei Feuerwehr Lünen hat toten Winkel im Blick

Zehn Großfahrzeuge der Feuerwehr in Lünen haben neue Unterstützung. Ein Assistenzsystem warnt vor Radfahrern oder Fußgängern im toten Winkel. Die Technik kommt direkt aus der Nachbarschaft.
In zehn Großfahrzeugen der Lüner Feuerwehr wurden die neuen Abbiegeassistenzsysteme nachgerüstet. © Stadt Lünen

Zehn Großfahrzeuge der Feuerwehr Lünen sind jetzt mit sogenannten Abbiegeassistenzsystemen (AAS) ausgestattet, wie die Pressestelle der Stadt Lünen mitteilt. Die nachträglich eingebaute Sicherheitseinrichtung soll vor allem Radfahrer und Fußgänger schützen, die sich seitlich des Fahrzeugs im toten Winkel befinden.

Das System warnt Fahrer durch ein optisches und akustisches Signal. Auf einem Monitor kann der tote Winkel zusätzlich vom Fahrersitz aus eingesehen werden.

„Das System gibt dem Fahrer mehr Übersicht über den Verkehrsraum. Das ist besonders bei stressigen Einsatzfahrten sehr hilfreich“, erklärt Robin Möller, Teamleiter Technik bei der Feuerwehr Lünen.

Über einen Monitor hat der Fahrer jetzt auch den toten Winkel seitlich des Feuerwehrautos im Blick. Zusätzlich gibt es akkustische und optische Signale.
Über einen Monitor hat der Fahrer jetzt auch den toten Winkel seitlich des Feuerwehrautos im Blick. Zusätzlich gibt es akkustische und optische Signale. © Stadt Lünen © Stadt Lünen

Eine Förderung des Bundesamtes für Güterverkehr, um die sich die Feuerwehr beworben hatte, machte die Nachrüstung möglich. Der Bund übernimmt 80 Prozent der Kosten.

Neue Fahrzeuge gleich mit AAS bestellen

In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Selm und der in Selm-Bork ansässigen Entwicklerfirma wurden die radarbasierten Kamerasysteme eingebaut und ausgiebig getestet. Von den Kolleginnen und Kollegen haben wir im Rahmen der Tests bisher nur positive Rückmeldungen bekommen“, sagt Robin Möller.

Ab sofort werden auch alle Neufahrzeuge der Feuerwehr und des Rettungsdienstes Lünen mit AAS bestellt, ab Juli 2024 sind sie Pflicht für neue LKW. Eine Pflicht zur Nachrüstung gibt es laut Stadt Lünen nicht.

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