Neues Pfarrheim in Brambauer kostet 1,15 Millionen Euro - Baustart im Juni

hzHerz Jesu Brambauer

Die katholische Kirchengemeinde Herz Jesu Brambauer darf sich freuen. Im Juni soll endlich der Startschuss für den lang ersehnten Bau eines neuen Pfarrheims fallen. Die Finanzierung steht.

Brambauer

, 02.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der von der katholischen Kirchengemeinde Herz Jesu Brambauer seit Jahren geplante Bau eines neuen Pfarrheims steht kurz bevor:

„Ich rechne fest damit, dass im Laufe des Monats Juni der Baustart beginnt“. Das sagte Dr. Thomas Roddey, Leitender Pfarrer des Pastoralverbunds Lünen und Vorsitzender des Kirchenvorstands Herz Jesu Brambauer, am Freitag (29. Mai ) im Gespräch mit unserer Redaktion.

Neubau kostet 1,15 Millionen Euro

Die Kosten für den Neubau bezifferte Roddey auf 1,15 Millionen Euro. Davon fließen vom Erzbistum Paderborn 760.000 Euro, die restlichen 390.000 Euro trägt die Gemeinde. Diese Geld stamme aus Rücklagen und aus dem Grundstücksverkauf des alten Pfarrheims im Jahr 2016, sagte Roddey weiter:

„Der Neubau ist eine pastorale Herausforderung für die Gemeinde. Die kleiner werdende Gemeinde muss sich für den Stadtteil, für das Quartier öffnen.“

Die Kirchengemeinde Herz Jesu Brambauer zählt zurzeit 2.100 Gemeindemitglieder. „Vor 15 Jahren, als die ersten Pläne für einen Neubau entstanden, waren es noch 2.700 Gemeindemitglieder. Daher wird der jetzt geplante Neubau auch kleiner“, erklärte Pfarrer Thomas Roddey. Er hoffe, dass der Bau in eineinhalb Jahren bezugsfähig sei, „aber festlegen will ich mich da nicht, da in der Baubranche im Moment nicht alles fristgerecht läuft“. Bis dahin müssen die Gemeindemitglieder weiter mit dem maroden Jugendheim vorlieb nehmen.

Jetzt lesen

Ebenerdiger Bau

Nach früheren Angaben des Kirchenvorstands, sieht das Bauvorhaben auf dem Gelände der alten Vikarie, auf der Freifläche links neben dem Haupteingang der Kirche, den Bau eines ebenerdigen Gebäudes mit einer Grundfläche von knapp 300 Quadratmetern vor.

Das Pfarrheim soll einen teilbaren Saal (groß/klein) für Gemeindeaktivitäten, einen Lager- und Heizungsraum, einen Konferenzraum, der auch als Gemeindebüro genutzt werden kann, eine Küche, eine Garderobe und eine Toilettenanlage enthalten. Dazu hatte Pfarrer Roddey im Juni 2019 schon gesagt: „Das neue Pfarrheim soll einfach den Ansprüchen des jetzigen Gemeindelebens genügen.“ Es werde bestimmt kein Prunkbau.

Jetzt lesen

Etliche Verzögerungen

Ursprünglich sollte das neue Pfarrheim den Gemeindemitgliedern schon Weihnachten 2018, später dann im Sommer 2019 zur Verfügung stehen. Daraus sei zum Leidwesen der Gemeindemitglieder aber auch des Kirchenvorstands nichts geworden, wie dieser in der Vergangenheit immer wieder beteuerte.

Pfarrer Thomas Roddey erinnerte Freitag daran, dass

  • das Grundstück des alten Pfarrheimes erst 2016 verkauft werden konnte, „da ein vorheriger Kaufinteressent den Kirchenvorstand lange hingehalten hat und am Ende das Grundstück doch nicht gekauft hat; frühere Neubaupläne konnten deshalb nicht realisiert werden“.
  • Ende 2016 habe der Kirchenvorstand beim Erzbistum Paderborn den Neubau des Pfarrheim neben der Kirche beantragt, sagte Roddey, danach sei eine lange Vor- und Vollplanungsphase gefolgt.
  • Das Genehmigungsverfahren der kirchlichen Aufsichtsbehörde (Erzbischöfliches Generalvikariat Paderborn) zog sich laut Roddey nicht zuletzt wegen Personalausfällen in der Behörde in die Länge.
Lesen Sie jetzt