Neugestaltung der Victoria-Brache: Das sind die Zukunftspläne

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Die Victoria-Brache soll zum Ort für Erholung und Freizeit entwickelt werden. Auch eine Forensik ist vorgesehen. Die Pläne wurden jetzt gezeigt. Eine Einrichtung kommt darin nicht mehr vor.

Lünen

, 28.08.2020, 17:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zu einem Ort für Erholung, Freizeit und Naturerlebnis soll in den nächsten Jahren die Victoria-Brache im Süden des Stadt-Garten-Quartiers entwickelt werden. Details zu den ambitionierten Plänen gab es am Donnerstag (27.8.) beim 8. Quartiersforum in der Turnhalle der Viktoriaschule. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger hatten Fragen und Anregungen. Von einer Einrichtung müssen sie wohl Abschied nehmen.

„Wir haben ein interessantes und spannendes Projekt, das ist die Entwicklung der Victoria-Fläche“, so Astrid Linn, Referentin für Stadtentwicklung. Ziel sei ein lebenswertes Quartier. Die Brache-Victoria habe endlich eine gute Entwicklungsperspektive, betonte Martin Richardt vom Planungsbüro dtp (Essen) und präsentierte zwei Varianten des Rahmenplans. In beiden sei Lünen bestmöglich für die Zukunft gerüstet mit einem attraktiven Landschaftspark, Spiel-, Sport- und Ruheflächen, erhaltener Industrie-Natur mit Halde und eng verbunden mit der Internationalen Gartenausstellung – IGA 2027. Die soll hier unter anderem mit einem „Zukunftsgarten“ stattfinden.

Fördermittel für Gestaltung der Brache

Hintergrund: Durch die IGA besteht die Chance, die Brache neu zu gestalten und Fördermittel in Millionenhöhe zu erhalten. Die Chancen für eine Zusage stünden nicht schlecht, war zu erfahren. Zudem soll die vom Land NRW geplante Forensik weiter weg von der Wohnbebauung entstehen, auf die RWE-Fläche nahe der Lippe, landschaftlich eingebettet in die Natur und erreichbar von der Zwolle-Allee.

Variante 1 für den Landschaftspark sieht die bauliche Nutzung mit „fliegenden“, leicht aufzustellenden Bauten vor. Damit verbunden ist unter anderem eine Promenade, Raum für Menschen mit kreativen Ideen, vielfältige Verknüpfungen und Öffnungen zur Victoria-Siedlung, zur Lippe, zum Bahnhof und Richtung Bergkamen. Variante 2 sieht darüber hinaus als Möglichkeit einen „Innovations- und Bildungscampus“ vor. Wenn es genug Geld gebe, könnten bestehende alte Fundamente aus dem Boden entfernt und eine überregionale Bildungseinrichtung oder eine kleine Hochschule als zusätzlicher „Puffer“ zur Forensik gebaut werden.

Was wird aus dem Grubenwehrhaus?

„Kann man das Grubenwehrhaus auch integrieren“, fragte ein Bürger. Wohl kaum, so die Planer. Da die Brache kontaminiert sei, müsse die Fläche durch Aufschüttungen künstlich erhöht werden. Ein Ersatz zum Grubenwehrheim mit Treffmöglichkeit von Gruppen soll es geben, so die Stadt Lünen, die einen Quartierstreff plant. In ihren Wortbeiträgen wiesen die Bürger auf den Erhalt von Natur, Umwelt- und Artenschutz sowie auf Sicherheitsaspekte hin. „Ich finde es toll, dass so viele Leute da waren und so rege diskutiert wurde“, lobte Heidi Sumann, Leiterin der Viktoriaschule, die Veranstaltung.

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