Notbetreuung ausgeweitet: Auch Alleinerziehende haben Anspruch in Lünen

Corona-Krise

In der Corona-Krise sind Kitas und Tagespflege geschlossen - es gibt aber Ausnahmen. Der Kreis derer, die die Notbetreuung in Anspruch nehmen können, wurde jetzt erneut ausgeweitet.

Lünen

, 27.04.2020, 14:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Zahl der Kinder, die in der Notbetreuung in Lünen unterkommen, wird steigen.

Die Zahl der Kinder, die in der Notbetreuung in Lünen unterkommen, wird steigen. © dpa (A)

Auch alleinerziehende Mütter und Väter können ab sofort die Notbetreuung in Betreuungseinrichtungen wie Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen nutzen. Das hat laut Stadt Lünen das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW am Freitagabend mitgeteilt.

Seit der Schließung der Betreuungseinrichtungen am 16. März war dieses Angebot auf solche Kinder beschränkt, deren Eltern in so genannten „systemrelevanten Berufen“ arbeiten.

Zahl in Notbetreuung wird steigen

Bereits am Montag (27. April) haben nun auch erwerbstätige alleinerziehende Mütter und Väter einen Anspruch darauf, ihre Kinder im Rahmen der Ausnahmeregelung betreuen zu lassen. Die Ausnahmeregelung gilt laut dem Ministerium, sofern eine private Betreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden kann. Sie gilt auch für alleinerziehende Mütter und Väter, die sich in der Abschlussprüfungs-Phase einer Schul- oder Hochschulausbildung befinden.

Die Stadt Lünen geht laut Sprecher Benedikt Spangardt davon aus, dass die Zahl der zu betreuenden Kinder noch einmal steigen wird. „Wir beobachten das und schauen, ob wir an der einen oder anderen Stelle noch nachjustieren müssen“, sagt er. Vor einer Woche nutzten nach Angaben der Stadt noch die Eltern 240 Kindern das Angebot der Notbetreuung.

Schriftlicher Nachweis ist nötig

Voraussetzungen für die Nutzung der Notbetreuung sind ein schriftlicher Nachweis des Arbeitgebers zu Umfang und Lage der Arbeitszeiten oder bei Abschlussprüfungen ein schriftlicher Nachweis der Schule oder Hochschule sowie eine Eigenerklärung der Alleinerziehenden, dass die Betreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden kann. Entsprechende Muster können auf der Homepage des Ministeriums (www.mkffi.nrw) oder auf der Website der Stadt Lünen unter www.luenen.de/corona-downloads abgerufen werden.

Das Landesministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration appelliert in seiner Mitteilung an alle Eltern, „Kinder weiter nur dann betreuen zu lassen, wenn dies wirklich nicht anders geht“.

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